Einstein irrt! - Teil II
Ich war froh, im Flugzeug zu sitzen, statt durch einen Tunnel zu eilen. Ich
war auf dem Weg nach Berkeley in den USA, nicht weit von San Francisco. Auch
dort beschäftigt man sich mit dem Tunnel von Licht und kommt zu überlichtschnellen Ergebnissen. Eine weitere Bestätigung für die Messung in Köln. Und noch mehr, wie sich später herausstellen sollte.
Ich treffe dort Prof. Raymond Chiao, einen Chinesen, der schon seit den 60er
Jahren in Berkeley ist. Eine Universität, die Nobelpreisträger wie am Fließband
produziert. Der Ansporn ist hoch: Mit dem Nobelpreis bekommt man einen
kostenlosen Parkplatz auf dem Unigelände.
Prof Chiao, scheint mir, ist auf dem besten Weg dorthin. Prof Chiao und sein Team tunneln mit einzelnen Photonen, den kleinsten Teilchen, aus denen das Licht besteht. Das muss in absoluter Dunkelheit passieren - schon das bisschen Licht für unsere Kamera ist eigentlich zuviel. Quelle für die schwächsten Lichtteilchen, die es überhaupt gibt, ist ein Laser. Prof. Chiao ist ein Schüler des Erfinders der Lasertechnik, ein Nobelpreisträger, der sein Büro gleich nebenan hatte.
In dem Tunnel - ein hauchdünner Spiegel - erreichen die Photonen fast zweifache
Lichtgeschwindigkeit - ohne, wie auch Prof. Chiao ausdrücklich betont, Einsteins
Gesetz zu verletzen. Was sich durch diese Scheibe bewegt, sind eben keine Wellen. Und nur damit hat sich Einstein beschäftigt.
Von Informationen ist bei Prof. Chiao allerdings keine Rede. Da es absolut zufällig ist, wann eines der Lichtteilchen durch die Barriere dringt - und wann nicht - sind damit keine Informationen zu übertragen In Berkeley verfolgt man eine andere Richtung: Hin zu immer höheren Geschwindigkeiten - so hoch, dass einem dabei schwindlig werden kann
Reporter:
„Vor zwei Jahren dachten wir noch, nichts könnte schneller als das Licht sein -
oder besser: Wir haben nichts beobachten können, das schneller als das Licht ist.
Jetzt geht es um zweifache Lichtgeschwindigkeit. Wie schnell kann es noch werden ?“
Prof. Raymond Chiao, University of California, Berkeley:
„Jetzt glauben wir, es kann unendlich schnell sein, oder sogar negativ.
Gruppengeschwindigkeiten, mit denen wir hier in Berkeley arbeiten, in einem
speziellen Medium - ich sollte betonen. das ist theoretisch und nicht im Experiment - dort können wir Impulse mit unendlicher Geschwindigkeit beobachten, oder sogar mit negativer Geschwindigkeit“.
Reporter:
„Was bedeutet das - negative Geschwindigkeiten ?“
Prof. Raymond Chiao:
„Negative Geschwindigkeit, das heißt, bevor die Spitze eines Impulses den
Eingang des Mediums erreicht, hat sie schon den Ausgang am anderen Ende
verlassen. Als wenn der herauskommende Impuls vor der Zeit wüsste, dass am
Eingang etwas ankommen würde.“
Reporter:
„Heißt das, die Zeit geht rückwärts ?“
Prof. Raymond Chiao:
„Nun, das heißt, es geht ein Impuls zurück in dem Medium und löscht den
ursprünglichen Impuls aus. Und zwar genau so - es ist wie eine Vorahnung, dass er kommen wird - so dass der herausgehende Impuls eine perfekte Reproduktion des ursprünglichen Impulses ist. Nur dass er schon vorher herauskommt.
Das ist ein sehr merkwürdiger Effekt. Aber das geht aus der Standard-Theorie von
Maxwell und der Quantenmechanik hervor. Wir werden hier in Berkeley ein Experiment aufbauen, um diesen äußerst merkwürdigen Effekt zu demonstrieren.“
Wir konnten es noch nicht sehen, denn Prof. Chiao’s Experiment ist noch nicht
fertig. Aber in dieser Zelle soll es passieren. Geschwindigkeiten schneller als
unendlich. Der Puls kommt eher an als sofort. Eine Vorahnung. Nichts mystisches, sondern pure Physik. Prof. Chiao ist sicher, dass das
Experiment gelingen wird, denn in der Theorie, sagt er, ist längst alles klar.
Prof. Raymond Chiao:
„Im Prinzip hätte man das alles schon nach der Erfindung des Lasers durch
meinen alten Lehrer, Prof. Charles Townes und andere, berechnen können.
Nachdem man das Prinzip des Lasers verstanden hatte, hätte man all diese
Berechnungen machen können, schon damals in den 60er Jahren. Aber aus
bestimmten Gründen blieb das lange unentdeckt, vielleicht wegen unseres
Vorurteils, dass nichts schneller als das Licht sei könne. Das hat uns blind gemacht gegenüber diesen Möglichkeiten. Deshalb ist es so wichtig, diese Experimente zu machen, um zu zeigen dass es wirklich geht:
Doppelt so schnell wie das Licht, vierfach, unendlich schneller, sogar negative
Geschwindigkeiten, die schneller als das Licht sind.“
Später am Abend konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, ob sich außer Licht
und Mikrowellen nicht auch Materie mit Masse und Gewicht mit
Überlichtgeschwindigkeit bewegen kann. Auch nach allem, was ich bisher gesehen hatte - die Antwort war für mich absolut überraschend.
Prof. Raymond Chiao:
„Teleportation ist wirklich möglich in der Quantenmechanik, für mikroskopische
Teilchen wie Photonen oder Elektronen, vielleicht eines Tages sogar für Atome.
Aber derzeit ist es praktisch unmöglich für große Dinge, wie zum Beispiel
Menschen wie in dieser Fernsehserie Star Treck, wo Leute an einer Stelle
verschwinden und woanders wieder auftauchen. Makroskopische Dinge haben eine sehr große Masse. Für alle praktischen Anwendungen ist das unmöglich.
Beim Tunneln: Niemals wird ein Mensch durch eine Wand auf die andere Seite „tunneln“.
(Ich aber sage: Materie kann Lichtgeschwindigkeit überschreiten, wenn man sie zuvor in ihre Bestandteile auflöst, die sich dann wieder zusammensetzen. Lanoo)
Reporter
„Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.“
Prof. Raymond Chiao:
„Aber nicht Null.“
Reporter:
„Nicht Null!?“
Prof. Raymond Chiao:
„Nein, aber extrem gering.“
Ich werde wohl nie wieder durch einen Tunnel fahren können, ohne zu grübeln.
Zu viele Fragen hängen daran Selbst die nach dem Leben, dem Universum und
dem ganzen Rest Auch wenn es nur im Mikrokosmos funktioniert: Gleichzeitig am Anfang und am Ende - ohne Zeitverlust.
Das lässt Platz für Spekulationen: Geraten nicht Ursache und Wirkung
durcheinander, wenn nicht das eine auf das andere folgt ?Regiert hier der Zufall ?
Ist der Tunnel akausal, wie der Physiker das nennt ?
Prof Günter Nimtz:
„Ich weiß beim besten Willen im Moment nicht, ob Tunneln kausal oder akausal ist. Ich weiß nur, dass im Moment keine endgültige Theorie vorliegt, die die Kausalität des Tunnel-Prozesses bestätigt.
Auf der anderen Seite ist es eine hochbrisante Frage philosophischer Natur -
Entstehung des Weltalls. Es wird hier behauptet, dass der Kosmos durch den Urknall entstanden sei, hinter dem ein Tunnel-Prozess liegt, also die Welt ist entstanden durch einen Tunnel-Prozess von dem einen Zustand in unseren Zustand.
Und jetzt stellt sich die Frage: Hat die Welt einen Grund - ist sie kausal oder ist sie rein zufällig entstanden - ist sie akausal ?“
Des Weiteren kann man lesen (Quelle: nano online/mp/3sat.online):
„Einstein ein Schnippchen schlagen - Schneller als das Licht
Die Lichtgeschwindigkeit als höchste Grenze aller möglichen Geschwindigkeiten wurde in Experimenten schon ausgetrickst. Man kann doch schneller als Licht sein - wenn man nicht gerade im Vakuum arbeitet.
Wenn Licht, Radiowellen hoher Frequenz, durch einen Engpass geschickt wird, tunnelt ein Teil der Strahlung durch diesen Engpass - die Quantenmechanik schlägt Einstein ein Schnippchen: Egal, wie lang die Tunnelstrecke auch ist, die Strahlung ist sofort am anderen Ende. Bei dem Versuch im kalifornischen Berkely kam man so auf die dreifache Lichtgeschwindigkeit.
Doch was für kleinste Lichtteilchen, ja sogar Atome geht, das versagt bei großen Körpern. (Weshalb man sie ja zunächst auch in Kleinstteilchen desintegrieren muss, Lanoo.) Astronauten werden vorerst nicht in ferne Welten tunneln“. Ende Zitat.
Man kann also zu Recht wieder behaupten, dass man Geschwindigkeiten addieren kann. Ein Beispiel von mir: Wenn ein Zug 100 Stundenkilometer fährt und der Schaffner sich in Fahrtrichtung mit 10 Stundenkilometern bewegt, dann bewegt der Schaffner sich in Wirklichkeit für den außenstehenden Beobachter und sogar messbar mit Lichtschranke mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h. Ich gehe sogar noch weiter und lasse den Schaffner stehen, obwohl er sich bewegt, nämlich dann, wenn der Zug zehn Stundenkilometer fährt und der Schaffner sich im Zug ENTGEGEN der Fahrtrichtung mit genau zehn Stundenkilometern bewegt, dann steht der Schaffner für den außenstehenden Beobachter in Wirklichkeit still, er kann den Schaffner sehen, ohne seine eigene Lage zu verändern und so lange, bis der Zug vorbeigefahren ist, obwohl sich der Schaffner im System des Zuges mit zehn Stundenkilometern bewegt. Bewegt sich der Schaffner schneller, dann erreicht er sogar eine Minus-Geschwindigkeit. Tja, so ist das halt. Wer es zu fassen vermag, der fasse es.
Des Weiteren behaupte ich, dass man die Nicht-Konstanz der Lichtgeschwindigkeit nicht nur in Laborversuchen, sondern auch in der Natur nachweisen kann:
An sich könnte es sein, dass die Naturkonstanten - wie z.B. die Lichtgeschwindigkeit, die Elementarladung oder die Planck-Konstante- sich mit der Zeit ändern. Besonders interessant ist die Frage natürlich, ob die Konstanten früher, d.h. am Anfang des Universums, andere Werte hatten als heute. Ein Experiment mit negativem Ausgang ist dann natürlich auch wichtig.
Ein solches Experiment haben Physiker von der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) gemacht. Mit Atomuhren haben sie die sogenannte Feinstrukturkonstante in Abstand von drei Jahren gemessen und keinen Unterschied gefunden. Aber das mit sehr hoher Genauigkeit.
Untersuchungen an weit entfernten Sternen hatten widersprüchliche Ergebnisse geliefert, ob die Feinstrukturkonstante sich seit der Frühzeit des Universums geändert hat. Und das hat sie in der Tat. Das Licht beim Big Bang war nicht so schnell wie danach etc. Alles verändert sich und ist in Auflösung begriffen, was wiederum die allseits bekannte Radioaktivität erzeugt. Das wusste bereits der Buddha.
Abschließend kann man sagen: Irren ist menschlich, Einstein war ein Mensch und folglich hat er geirrt und zwar in seiner Relativitätstheorie. Übrigens, wenn Einstein irrt, dann irrt auch Hawkins, egal wie viele Universen er hinter den schwarzen Löchern vermutet. Diese Behauptung machte sogar das spanische Königspaar zappelig und verwirrt.
Quod erat demonstrandum
Euer Lanoo Christian Anders
Der einsame Rufer in der Wüste
Für Experten in RT (Relativitätstheorie)... weiter zu Teil III
nach oben zurück Startseite
|