Ist Deutschland noch zu retten
oder
Was Christian Anders schon jahrelang predigt
oder
Der Volme Taler

Es gibt doch eigenartige Zufälle. Ich surfe eines Morgens so durchs Netz, klicke mich
von einer website zur anderen und lande - wie so oft - bei Büchern. Ein großer
online-Buchhändler präsentiert Bücher wie "Deutschland - Aufstieg und Fall
eines Superstars" oder "Ist Deutschland noch zu retten?" Ich mache mir so meine
Gedanken, werde dann aber durch andere Dinge abgelenkt. Am Abend des gleichen
Tages - es war der 3. November - surfe ich gleichermaßen ziellos durch die
TV-Kanäle, auf der Suche nach etwas Niveauvollem, was sich immer schwerer gestaltet
und plötzlich - halt, was war das - höre ich von neuer Währung und sehe begeisterte
Menschen. Es läuft eine Sendung des WDR über die Einführung einer neuen Regionalwährung
in der Stadt Hagen.
Es ist wie ein Signal, es ist fast wie eine Antwort auf die morgendliche bange Frage nach der
Rettung eines Landes. Es geht um Kundenbindung, um Wirtschaftsförderung und Umlaufsicherung des
Geldes. Ist mir alles bestens bekannt. Ich denke an meinen Autor Christian Anders, der diese Idee
ganz vehement vertritt und dafür regelmäßig ausgelacht und bloßgestellt wird. Er fordert in
seinen Büchern "Der wahre Bankenschwindel" und "Der Rubel muss rollen" sowie in unzähligen
Kolumnen schon lange ein neues, umlaufgesichertes Geld und regelmäßig erklärt man ihm
MEHR ODER WENIGER SACHLICH, dass er davon nichts verstehe und dass das Quatsch sei.
Die Sendung aber zeigt, dass es funktioniert! Ich informiere mich im Internet unter
www.volmetaler.org über die neue Währung, und was ich dort lese, könnte von Christian Anders sein,
der im "Bankenschwindel" schreibt:
"Geld per se sollte nur ein TAUSCHMITTEL sein, ein Mittel zwischen Angebot und Nachfrage. Dies
kann aber nur dann geschehen, solange das Geld im UMLAUF ist, also sich in einem ständigen
Kreislauf befindet, von Person zu Person. Wird das Geld durch HORTUNG diesem Wirtschaftskreislauf
entzogen, dann kommt es zu Absatzschwierigkeiten resultierend in Arbeitslosigkeit und Deflation.
Genau den Zustand haben wir ja heute. Die Reichen und besser Bemittelten horten ihr Geld in der
Schweiz oder anderswo, es werden weniger Produkte gekauft und der Umsatz stagniert. Doch auch
wenn man zusammenzählt was so manche Oma etc. im Strumpf an Geld hortet, dann kommen auch
Milliardensummen zustande. Die Folge: Arbeitslosigkeit derer, die Produkte herstellen die nun
nicht mehr gekauft werden.
Richtig wäre: Nach dem Erhalt des Geldes muss es wieder für Waren und Dienstleistungen ausgegeben
werden, oder es steht anderen als Kredit zur Verfügung."
und :
"Nehmen wir als Beispiel einen Eisenbahnwagen, der ein Transportmittel ist zum Austausch von Gütern.
Das selbe trifft für Geld zu. Wenn nun der Nutzer des Waggons den Waggon nicht gleich entlädt oder
ihn stehen lässt, dann zahlt er eine Gebühr, "Standgeld" genannt. Genau das müssen wir mit dem
Transportmittel GELD tun, nämlich eine "Behalte-Gebühr" entrichten, WENN wir das Geld länger behalten
als für den Zweck des Austausches (Kauf von Waren etc.) erforderlich ist.
Ich fordere also eine NUTZUNGSGEBÜHR FÜR GELD. Dies würde einen ÖFFENTLICHEN GEWINN darstellen,
während Zinsen einen PRIVATEN Gewinn bedeuten."
Und er skizziert in Gedanken folgendes:
"Eine Kleinstadt mit etwa 5000 Einwohnern müsste sich zur Verfügung stellen. Dann gibt man dem Stadtrat
zinsfreie Währung für sagen wir mal ein Jahr. Diese Währung wird durch den gleichen Betrag von
gewöhnlichen Euro in der Bank abgedeckt. Nun soll die Stadt mit dieser neuen Zinsfreien Währung alle
Dienstleistungen bestreiten. Bezahlt wird mit eben dem neuen zinsfreien Eurogeld, welches Händler und
Geschäftsleute in der Stadt akzeptieren. Die Benutzungsgebühr für das neue Geld beträgt 1% monatlich,
also 12 % im Jahr. Diese Gebühr muss von dem entrichtet werden, der die Banknote am Ende des Monats
noch besitzt. Ist sie entrichtet wird auf der Banknote eine Marke mit dem Wert von 1% geklebt. Ohne
diese Marke ist die Banknote ungültig. Ein entsprechender Stempel oder Druck erfüllt den selben Zweck."
Und genau das macht die Stadt Hagen. Lesen Sie nach unter :
WDR : Kundenbindung durch regionale Währung
Ich zitiere:
"Kunden tauschen im Kurs eins zu eins Euro in Volme-Taler um und können dann in über 150 Hagener
Geschäften einkaufen. Fast jeder Händler hält dafür ein Dankeschön bereit. Der Weinhändler verschenkt
bei 12 gekauften Flaschen eine 13. dazu, im Blumenladen gibt es eine Rose extra und in der Tankstelle
kann man so auf eine Autowäsche sparen.
Ein weiterer Anreiz, den Volme-Taler zu nutzen, besteht in einer Lotterie. Kunden bekommen - wenn
sie dies möchten - bei einem Umtausch automatisch ein Los der Lotterie und können jeden Monat Preise
gewinnen.
Auch bei der regionalen Währung besteht die Idee darin, Kunden zu binden... .
Der Geldkreislauf wird zudem künstlich unterstützt. Eine Besonderheit des Volme-Talers ist nämlich seine
Umlaufsicherung. Hinter diesem Wort verbirgt sich der Umstand, dass der Volme - Taler alle zwei Monate ein
kleines bisschen weniger wert ist. Er verliert 1% seines Werts. Und damit ist ein 1-Volme-Taler-Schein nach
zwei Monaten nur noch 0,99 Euro wert, ein 10er Schein nur noch 9.90 Euro.
Diese Umlaufsicherung soll dazu beitragen, dass das "Geld" im Fluss bleibt, dass es schnell
ausgegeben wird, was wiederum die Hagener Wirtschaft und die Unternehmen beleben soll."
Das ist genau das, was Christian Anders will. Und vielleicht, weil es nicht vom ewig nörgelnden
Schlagersänger kommt, wird es erfreut angenommen. Im Gegensatz zu manchen Kommentaren, die Christian Anders
sich bieten lassen muss, ist der Grundtenor dieser Sendung ein sehr sachlicher und optimistischer, getragen
von Hagener Geschäftsleuten, die freiwillig und freudig dieses Projekt unterstützen.
Die "Westfälische Rundschau" schrieb bereits am 21.05.05:
"Diese Begeisterung hätte sich Finanzminister Eichel bei der Euro-Einführung auch gewünscht: 66
inhabergeführte Geschäfte haben ihre Zusage bereits gegeben. Sie wollen ab Herbst den Volme-Taler als
Hagener Währung annehmen."
Und wie man in der Sendung sieht, wird er auch von den Kunden angenommen. Fünf weitere Städte in NRW stehen
in den Startlöchern. Eine Flut von Regionalwährungen existiert bereits in Deutschland und Kommentare wie
"Mehr Wohlstand durch weniger Euro!"
"Mit Tauschgeschäften und Regiogeld gegen die Wirtschaftskrise!"
"Mehr Kaufkraft mit Regiogeld" oder
"Regiogeld hat Konjunktur!"
(Quelle: www.regionalgeldportal.de )
zeigen, dass der Weg, aufgezeigt von Christian Anders, gehbar ist. Nein, nein, es ist weder "Spinnerei" noch
"geistiger Müll", wie Vertreter der Medien, der Banken und des Showgeschäfts wissen wollen. ES FUNKTIONIERT und bringt Segen für eine Region. Und was in vielen Regionen im
Kleinen funktioniert, wird eines Tages auch im Großen funktionieren. Christian Anders hat sich - GOTT SEI
DANK- trotz aller Schmähungen nicht beirren lassen. Und: Deutschland ist noch zu retten.
In freudiger Gewissheit,
Ihre Elke Straube
Gastautorin
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