Schlecht-Schreibungs-Schwindel

Gleich mal vorneweg: Abgesehen davon, dass die neue deutsche Rechtschreibung ein ausgemachter Schwindel ist, der einige wenige reich macht, während die anderen zahlen und blu-ten, möchte ich den Bürger ermahnen:
Vergeßt diesen neuen Rechtschreibungs-Unsinn!! Seid keine duckenden Untertanen, denn das seid ihr, wenn ihr oktroyierte Schreibregeln anwendet!! DEUTSCHER LEHRER ERWA-CHE!!!
Jetzt weiß es sogar schon die BILD. Am 29. Juli 2004 lesen wir: NEUE RECHTSCHREIBUNG SO GUT WIE ABGESCHAFFT!
Warum dies aber wirklich so ist und warum man überhaupt eine Rechtschreibreform ein-führte, das wissen die Herrn Redakteure nicht, weil ihr Brett vor dem Kopf aus Papier besteht und Bild-Zeitung heißt. Und die, die’s wissen, sagen’s nicht, weil die Herrschaften alle daran verdienen und alle unter einer Decke stecken. Wir aber, lieber Leser, wir trauen uns. Alsdann:

Man lese und staune.
1996 wurde gegen den Willen des Volkes eine neue Schreibung verordnet.

  1. Und zwar folgendermaßen:
    Die Beziehung zwischen Lauten und Buchstaben (hierunter fallen auch die Regeln zur Schreibung von Fremdwörtern)
  2. Groß- und Kleinschreibung
  3. Getrennt- und Zusammenschreibung
  4. Schreibung mit Bindestrich
  5. Zeichensetzung
  6. Worttrennung am Zeilenende (die nach der Neuregelung nicht mehr unbedingt eine Silbentrennung ist).

Für weiter Details siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Rechtschreibung

Was Wikipedia uns NICHT verrät und was diese ganz hervorragende Internet Enzyklopädie hinzufügen sollte, ist DER WAHRE GRUND für den, wie ich ihn nenne „Rechtschreibe-Reform-Schwindel“.
DIE INDUSTRIE wollte mal wieder richtig Geld verdienen am Drucken neuer Bücher etc. und die Verlage und Buchgeschäfte etc. am VERKAUFEN neuer Bücher. Und jetzt, wo man den ahnungslosen Bürger so richtig abgezockt hat und die Kuh keine Milch mehr gibt, will man alles wieder rückgängig machen, um am Neudruck wieder kräftig zu verdienen! Ein großes Verlagshaus verkündetet gerade, daß es über ZWANZIG MILLIONEN EURO inves-tiert hat, um die neue Rechtschreibung zu übernehmen, und daß es wieder 20 Millionen Euro investieren müsste, um die Reform wieder zu reformieren, also um die neue Rechtschreibung in die alte zu ändern. Da verdient doch jemand!!! WER IST DAS BLOSS? WER ZOCKT UNS DA AB UND VERKAUFT UNS FÜR BLÖDE??? Es ist eben jenes Verlagshaus, welches scheinheilig verkündet, daß es neu investieren muss, weil es hintenrum kräftig am VERKAUF der geänderten Druckwerke verdient. Diese neuen Einnahmen übersteigen die angeblichen Investitionen um das über HUNDERTFACHE.
Doch immer schön der Reihe nach. Erstens: Es gibt per se eigentlich gar keine „neue Rechtschreibung“. Sprache ist lebendig. Es kann von daher nie einen Punkt geben, an dem eine „neue Rechtschreibung“ in Kraft tritt. Eine solche würde vielleicht auf George Orwells Roman 1948 zutreffen. Da schreibt er von „Neusprech“ eines totalitären Staates, von dem wir jedoch hoffentlich noch weit entfernt sind. Oder nicht?
Was ist eigentlich Rechtschreibung? Ich sage, es ist nur ein demokratisches Regelwerk, die Dokumentation dessen, wie im allgemeinen geschrieben wird. Das ganze führt zu einem Verlust der Einheitlichkeit unserer Rechtschreibung und zu einem Rechtschreib-Chaos in zehn verschiedenen Wörterbüchern (weshalb es ja auch so von gewissen Verlagen geplant war, wie wir gleich sehen werden). Wenn wir einmal die damit verbundene bzw. beab-sichtigte Geldschneiderei für einen Moment beiseite lassen, kann man immer noch sagen: Die sogenannten Reformer können mit Recht „Vergewaltiger der Deutschen Sprache“ genannt werden, weil sie rücksichtslos in die Orthographie, Grammatik, Semantik, Phonetik und Interpunktion der deutschen Sprache eingreifen, diese buchstäblich SCHÄNDEN. Eben dadurch verursachten diese „Geschäftlemacher“ einen ungeheueren Schaden in Gestalt eines Rechtschreib-Chaos mit unterschiedlichen Schreibungen in zehn verschiedenen Wörter-büchern. Ich hebe jetzt mal besonders auf die Lehrer ab. Die sollen doch als Pädagogen die Schüler im Geiste der Demokratie erziehen. Und doch verhalten sich die Kultusminister in der Frage der Rechtschreibreform als negatives Beispiel nicht nur rechtswidrig undemokratisch, sondern sie wirken auch sprachwissenschaftlich unsinnig und insgesamt unpädagogisch. Warum ist dies den Lehrern nicht aufgefallen? Warum protestieren sie nicht dagegen? Haben wir Deutschen wirklich soviel Schiss? Hätte man dem Franzosen so etwas unterjubeln wollen, es hätte in Frankreich (wie im Falle der Patientengebühren angedroht ) EINEN GENERAL-STREIK gegeben, und die Sache wäre schnell erledigt gewesen. Hat uns Deutsche der ver-lorene Krieg und der Holocaustmakel wirklich so klein gemacht, dass wir willig die Strafe auf uns nehmen und uns nahezu MASOCHISTISCH in alles fügen, was uns die von uns gewäh-lten Volksbetrüger vorsetzen bzw. vorkauen??

Doch weiter:
Nun argumentieren ja die Sprachreformer scheinheilig, daß durch die Schreibreform recht-schreibschwache Schüler weniger Fehler beim Schreiben machen würden. Genau das Gegen-teil ist aber eingetreten. Es fand eine Verschlechterung statt, verursacht durch eben diese an-gebliche Schreibreform. Diese vielen „Martin Luther der Rechtschreibung“ haben genau das bewirkt, was sie vorgaben zu bekämpfen. Die Bevölkerung wurde einfach durch ihre Kultus-minister und Professoren wissentlich und absichtlich getäuscht. Es fand eine DEFOR-MIERUNG der deutschen Sprache statt. Gibt es vielleicht AUSSER der kommerziellen Betrugsseite an der Sache NOCH einen Grund für die „Rechtschreibreform“? Wollen uns die Herren Illuminati ganz langsam und Stück für Stück WIRKLICH auf die Orwellsche „Einheitssprache“ reduzieren, um uns so besser manipulieren zu können? Oh, ihr Narren, die Einheitssprache wird kommen, doch es wird nicht eure sklavenhafte Sprachverhunzung sein. Wer mehr wissen will, der lese DAS BUCH DES LICHTS und DER SINNDES LEBENS Teil I+II.
Was man uns da vorgesetzt hat mit der neuen Rechtschreibung ist eine einzige profit-orientierte Mogelpackung. Ich fordere die sofortige Absetzung jener Herrschaften, die das Rechtschreib-Chaos angerichtet und sich daran auf Kosten des deutschen Steuerzahlers be-reichert haben. Außerdem sollte man diese bzw. folgende Herren wegen BETRUGS AM DEUTSCHEN VOLKE anklagen: Prof. Gehrad Augst (Siegen), Dr. Klaus Heller (Mannheim), Prof. Horst Haider Munske (Erlangen), Dr. Peter Gallmann (Zürich) und Professor Horst Sitta (Zürich) und Karl Blüml (Österreich). Sie und andere „Experten“ erweckten durch ihre Titel und ihre „Expertisen“ den Eindruck von Seriosität, die neue Rechtschreibung betreffend. In Wahrheit sind sie und andere MITTÄTER UND MITWISSER einer meiner Ansicht nach kriminellen Handlung und sollten deswegen auch angezeigt werden. Reformkritiker wurden in diese Kommission natürlich nicht aufgenommen, und so konnten die „Sprach-Reformer“ ungehindert ihr jeweiliges persönliches und von Verlagen wie Bertelsmann etc. angeordnetes and bezahltes Steckenpferd reiten und durchsetzen. Sie haben meiner Meinung nach durch ihre Geldgier und ihr korruptes Verhalten die Feinheit der deutschen Sprache zerstört. Und unsere Kultusminister? Man sehe sich die verquasten Herr-schaften doch einmal an! Wenn zum Diktat gebeten, versagten die meisten von ihnen und hatten tonnenweise Rechtschreibefehler. Diese Herrschaften sind aufgrund ihres geistigen Zuschnitts gar nicht in der Lage, über die Grenzen des Bundeslandes hinaus zu denken!

Und unsere Lehrer? Nun. Allmählich reagieren sogar sie und sind nun mit einer Petition an den Bundestag und die Landtage getreten, die Rechtschreibereform zurückzunehmen. Und nun kommt das absolut Perverse: SOGAR GESTÜTZT auf solche Petitionen können die Herren Sprachbetrüger jetzt wieder eine neues Milliardengeschäft machen, denn scheinheilig können sie argumentieren: „UNSERE LEHRER HABEN VOLLKOMMEN RECHT! WIR BRAUCHEN WIEDER DIE ALTE RECHTSCHREIBUNG!“ Und wieder verdienen diese Betrüger an der ÄNDERUNG der neuen Rechtschreibung und an der WIEDEREINFÜH-RUNG der alten Rechtschreibung, und all dies sogar ABGESEGNET vom empörten Lehrer, der gar nicht merkt, dass er hier ZWEIMAL vorgeführt wurde.

Ich bin des Weiteren mal so kühn zu behaupten, dass die Schrift nicht zum Schreiben da ist, sondern zum Lesen. Die Rechtschreibung dient dem LESEN. Eine Reform dieser Art jedoch bevorzugt einseitig die Perspektive des Schreibenlernens. Jeder von uns liest hundertmal mehr als er schreibt (mich vielleicht mal ausgenommen...). Viele Texte werden nur einmal ge-schrieben, aber tausend-, ja millionenfach gelesen. Also sollte sich eigentlich alles um DEN LESER drehen. Darum sollte man meiner Meinung nach nicht so sehr den SCHREIBENDEN vor Fehlern bewahren als vielmehr DEM LESER durch kultivierte Orthographie einen be-stimmten Inhalt übermitteln. Es findet hier also meiner Meinung nach sowieso eine Ver-kennung der Prioritäten statt, welches wiederum zu einer Bedeutungsfeindlichkeit der Reform und zu einer ganzen Reihe von Unzulänglichkeiten führt. Es gibt sowieso schon ein er-hebliches DEFIZIT an Lesequalifikation bei Schülern UND Studenten (siehe Leseprobleme bei deutschen Studenten. In Forschung & Lehre Nr.4/1995, S.190), da würde eine Recht-schreibreform die bereits vorhandenen Leseschwierigkeiten nur erhöhen, was sie ja auch be-reits tut. Ortwin Beisbart schreibt in „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur : „Die Re-form hat den Vorteil, dass sie den selbst ernannten Oberlehrer verunsichert, der ja ohne fixe Regeln nicht leben kann.“ !!!
Das ist dann aber wohl auch der einzige Vorteil.

Die neue deutsche Rechtschreibung soll, wenn die Vernunft nicht siegt, ab dem 1.August 2005 für alle Institutionen, für die der Staat Regelungskompetenzen besitzt, VERBINDLICH werden. Das sind Schulen und Hochschulen sowie ALLE Behörden und Ämter. Die Vorarbeit dazu wird den Schulen und den Lehrern aufgezwungen, und zwar per Verwaltungsvorschrift der Staatsministerien für Kultus, die den Schulen und Lehrern z. B. im Bundesland Sachsen im August 1996 zuging. Der Lehrer lebt schon gern nach Regeln, aber nach sinnvollen, wenn möglich. Er, der an der „pädagogischen Front“ kämpft und den Schülern Lesen und Schreiben beibringen soll, wird im seltensten Falle nach seiner Meinung gefragt.
Im Jahre 1996 bereits, als die finanzielle und soziale Belastung noch nicht so groß wie heute war, haben viele Lehrer und Behördenangestellten bereits mit ernsthaften Zweifeln auf die neue Rechtschreibung reagiert. Ob es wohl nichts Wichtigeres im Moment gibt, was zu richten wäre. Heute, ein Jahr vor der zwangsweisen Einführung der „richtigen Schreibweise“ und vor dem Hintergrund der finanziellen Ausplünderung der Bürger durch den Staat, erscheint auch ihnen die Rechtschreibform fast kriminell. Einerseits greift der Staat Rentnern, Kranken, Arbeitslosen, ja SOGAR KINDERN (!!!) in unverschämter Art und Weise in die Tasche, andererseits werden Millionen verschleudert, denn soviel wird es kosten, die Schul-bücher zu erneuern. Als hätte man keine anderen Sorgen! Nach o.g. Verwaltungsvorschrift sind ALLE LEHRBÜCHER ALLER SCHULARTEN UND SCHULSTUFEN spätestens bis zum 1. August 2005 zu ersetzen. UND BEZAHLEN dürfen das die SCHULTRÄGER. Also die STÄDTE UND GEMEINDEN, die vor Verzweiflung schon Personal entlassen müssen, an Kindereinrichtungen sparen, Kinos und Freibäder schließen, weil kein Geld da ist.

Zu einer Zeit, da Deutschland droht kulturell zu veröden (die Kunststadt Dresden sieht sich nicht mehr in der Lage, die alljährlichen Musikfestspiele zu bestreiten; in Thüringen wurden Orchester aus finanziellen Gründen zusammengelegt und...und...und.. ); zu so einer Zeit scheint es ein unumgängliches Problem zu sein, ob man „Abschluß“ oder „Abschluss“ schreibt.
Und warum gehen unsere Lehrer und Behördenangestellten nicht auf die Straße und äußern ihren Unmut? Gegenfrage: Würden Sie in dieser Zeit Ihren Job auf’s Spiel setzen?

Doch weiter: Das angebliche und scheinheilige Ziel der neuen deutschen Rechtschreibung war es, die deutsche Sprache leichter verständlich und leichter erlernbar zu machen. Wohl unnötig zu sagen, dass dies in beiden Fällen grob verfehlt worden war. Das war aber auch nie geplant. Es ist einfach ein riesiger Geldmachschwindel. PROFITGIER ist hier die Wurzel allen Übels. Unser Wissensstand ist den Herren scheißegal. Nehmen wir zum Beispiel das Wort „nichtssagend“, ebenso nichtssagend wie die neue deutsche Rechtsschreibung. „Nichtssagend“ steht für jemanden, der farblos und nichts sagend ist, der schweigt. Zwangsreformiert gibt es nur noch „nichts sagend“. Wenn ich also über jemanden schreibe, er sei „nichts sagend“, was meine ich dann? Wenn Sies rauskriegen gebe ich Ihnen eine Million Euro.

Oder nehmen wir nur das Lernen. Wie steht es mit dem scharfen ß ? Man ersetzte hier einen Regelsatz durch einen anderen, doch führt dies keineswegs zur Vereinfachung, sondern zur VERWIRRUNG. Ich selbst habe einige Zeit „Grüsse“ statt richtig „Grüße“ geschrieben, wie es ja auch konventionell als auch zwangsreformiert heißt.
Doch der Wahnsinn hat Methode. Wie beim Arbeitslosengeld 2 Entwurf ist auch die neue deutsche Rechtschreibung GESETZLICH NICHT BEFOHLEN ODER GEDECKT. Es gibt da nur o.g. Erlass, der die Schulen zum Lehren der zwangsreformierten Regeln verpflichtet.
Was sagt nun das Bundesverfassungsgericht? Folgendes:

„Soweit dieser Reglung rechtliche Verbindlichkeit zukommt, ist die auf den Bereich der Schulen beschränkt. Personen außerhalb dieses Bereichs sind rechtlich nicht gehalten, die neuen Rechtschreiberegeln zu beachten und die reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind vielmehr frei, wie bisher zu schreiben. Auch durch die faktische Breitenwirkung, welche die Reform voraussichtlich entfaltet, werden sie nicht daran gehindert.“
Ende Zitat.

Ich frage den geneigten Leser: Will man den deutschen Steuerdeppen eigentlich absichtlich verwirren um ihn reif für die mentale Bilderberger - Illuminati - Schlachtbank zu machen?
Es handelt sich hier doch eindeutig um eine gemeine Abzocke einerseits und um die Ent-mündigung und Enteignung des Sprachvolks auf der anderen Seite.
Dies wird im letzteren am deutlichsten erkennbar bei der Getrennt- und Zusammen-schreibung. Seit Jahrzehnten war eine Tendenz zur Wortverschmelzung wirksam So wurde allmählich aus „wieder sehen “wiedersehen“ entsprechend dem Hauptwort „Wiedersehen“. Warum, so frage ich, will man diesem sich naturhaft vollziehenden Prozess entgegenwirken? Aber „vielversprechend“ sowie „sogenannt“ sind abgeschafft worden, ja man hat selbst „Handvoll“ auf den Index gesetzt, nur um jetzt all dies zu widerrufen, denn ein neues Geschäft, ein neuer Schwindel soll in Szene gesetzt werden. Die Reformvertreter schlagen wieder zu, RE-REFORMIEREN die deutsche Rechtschreibung, und kassieren wieder ab.

Unsere Herren Kultuspolitiker ermahnen uns, dass wir uns mit anderen Themen befassen sollten. Es ist ihnen gar peinlich und unangenehm, an ihren spektakulär fehlgeschlagenen Versuch „Neue deutsche Rechtschreibung“ genannt, erinnert zu werden. Welcher Professor hat da von wem Geld bekommen um uns doofen Deutschen durch entsprechende „Gutachten“ und Artikel die neue deutsche Rechtschreibung (und nun deren Abschaffung) schmackhaft zu machen? Da hilft es auch nicht viel, dass die „Frankfurter Allgemeine“ bereits nach einem Jahr wieder zur alten bewährten Rechtschreibung zurückgekehrt ist.
JA, DIESE KOLUMNE MÜSST IHR ABDRUCKEN LIEBE FAZ !!! DANN SEID IHR WIRKLICH MUTIG!!
Sind wir doch mal ehrlich: Die Sprache ist nicht mehr Sache des Volkes, sondern ist zum Be-sitz von privaten Firmen geworden! Bertelsmann Wörterbuch lag doch bereits gedruckt vor, BEVOR die Wiener Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Nicht nur den Adolf hat uns Wien beschert, sondern nun auch die neue und wieder alte Rechtschreibe-Faselei.

Ich zitiere „Wikipedia“:
„Im Jahr 1980 wurde der Internationale Arbeitskreis für Orthographie gegründet und mit Ger-manisten aus der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik, Österreich und der Schweiz besetzt.
Die Vorüberlegungen wurden vorangetrieben durch die zwei „Wiener Gespräche“ von 1986 und 1990, zu denen die österreichische Bundesregierung Vertreter aus allen Gebieten, in denen Deutsch gesprochen wird, eingeladen hatte. An der Schlusserklärung des 1. Wiener Ge-sprächs wurde angekündigt, die „umstrittene Groß- und Kleinschreibung“ vorerst auszublen-den, um sie später in einem „zweiten Schritt“ in Angriff zu nehmen.
1987 erteilte die deutsche Kultusministerkonferenz (KMK) dem Institut für deutsche Sprache in Mannheim den Auftrag, zusammen mit der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wies-baden ein neues Regelwerk zu entwerfen. 1988 übergaben diese einen noch unvollständigen Vorschlag mit zahlreichen, sehr weitreichenden Neuregelungen (zum Beispiel „der Keiser im Bot“), der in der Öffentlichkeit und bald auch von der KMK als unannehmbar zurückge-wiesen wurde. Parallel dazu hatte die Schweizer Konferenz der kantonalen Erziehungs-direktoren eine Expertengruppe mit dem gleichen Auftrag eingesetzt; beim Österreichischen Bundesministerium für Unterricht und Kunst gab es eine Wissenschaftliche Arbeitsgruppe des Koordinationskomitees für Orthographie; in der DDR die Forschungsgruppe Orthographie am Zentralinstitut für Sprachwissenschaft an der Akademie der Wissenschaften.
1992 veröffentlichte der Internationale Arbeitskreis einen alle Bereiche der Orthographie behandelnden Vorschlag unter dem Titel "Deutsche Rechtschreibung – Vorschläge zu ihrer Neuregelung" (Narr, Tübingen).
1993 lud die KMK 43 Verbände zur Stellungnahme ein. Anhörungen fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Der IAR zog daraufhin die Forderung nach gemäßigter Kleinschreibung zurück. Es blieb auch bei der Unterscheidung von das/daß.
Auf dem 3. Wiener Gespräch im November 1994 wurde das Beratungsergebnis den politi-schen Entscheidungsinstanzen zur Annahme empfohlen. Im Anschluss an die "politische Willensbildung in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz" solle Ende 1995 ein Ab-kommen geschlossen werden. Daraufhin beschlossen die deutschen Kultusminister 1995 in der KMK, die Neuregelung zum 1. August 1998 mit einer Übergangsphase bis 2004/2005 ein-zuführen.
Am 1. Juli 1996 verpflichteten sich die deutschen Bundesländer, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein und weitere Staaten mit deutschsprachigen Bevölkerungsteilen durch die Wiener Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung, die neue Ortho-graphie bis zum 1. 8. 1998 einzuführen. Einige Bundesländer führten bereits mit Schulbeginn 1996/97 die neuen Regeln im Unterricht ein. Es entbrannte ein Wettrennen um die Heraus-gabe der ersten Wörterbücher in neuer Rechtschreibung. Für die Verlage zahlte sich die Rechtschreibreform aus: für viele Jahre belegte der Duden Spitzenplätze auf Bestsellerlisten; der Schulbuchmarkt erlebte eine Sonderkonjunktur.“
Wien hat uns also, wie gesagt, nicht nur Adolf Hitler beschert, sondern auch die neue deutsche Rechtschreibung, welche nun wieder zur alten wird, damit man wieder den großen Reibach machen kann.

Dies führt uns immer wieder zu der Frage:
Wer sind nun diese Reformvertreter, die dicke Kohlen machen, indem sie dem deutschen Volke die neue deutsche und nun wieder die alte deutsche Rechtschreibung aufschwatzen? Wer verdient hier an wem?

UND DA ZEIGT ES SICH, DASS SICH HINTER DEM VORGESCHOBENEN SOZIAL – EMANZIPATORISCHEN ZIEL REIN KOMMERZIELLE INTERESSEN VERBERGEN, NÄMLICH DAS ZERSCHLAGEN DES DUDEN-MONOPOLS UND DIE WELTWEITE EROBERUNG VON MARKTANTEILEN DURCH VERLAGE, WIE Z.B. BERTELS-MANN, DEM ZWEITGRÖSSTEN MEDIENKONZERN DER WELT MIT ÜBER 10 MILLIARDEN EURO JAHRESUMSATZ.

Lieber Leser, unsere Sprache ist zu einer WARE auf dem Weltmarkt der Beliebigkeiten umfunktioniert worden, und zwar z. B. so: 10 Wörter pro Jahr ändern, 10 neue hinzufügen, 10 Wörter ausschneiden und schon sind es 10 Milliarden Euro Umsatz. Bertelsmann strebt ein weltweites permanentes Riesengeschäft mit laufenden Sprachveränderungen an, siehe z.B. in Sprachlexika. Die müssen doch alle neu gedruckt werden, sei es in deutsch- lateinisch, -griechisch, -englisch, -französisch, -russisch usw.. Und wir sind die Blöden, die das finan-zieren! Anstatt den sozial Schwachen was zum Essen zu geben, füttert man sie mit unnötigen neuen Wortgespinsten und zieht ihnen dafür und dadurch auch noch den letzten Cent aus der Tasche. Der Leser ist so dumm, auch noch von dem Kakao zu trinken, durch den man ihn gezogen hat. Wenn das Verleger sein heißt, dann schäme ich mich Verleger (Musik und Wort) zu sein. Nun schauen wir doch einmal tiefer in den verfilzten Neue Rechtschreibungs- Profitgier - verseuchten Sumpf.
Man bedenke doch nur den durch die neue deutsche Rechschreibung verursachten Änderungs-bedarf das Goethe-Institut betreffend. Die haben doch einen Riesenbedarf an – dann neuer – Sprachlexika und Literatur! Wer soll das bezahlen? Natürlich wir, die Steuerzahler, denn wir finanzieren ja das Goethe-Institut mit unseren Steuergeldern. Warum protestiert das Goethe- Institut da eigentlich nicht? Wir forschen weiter und tiefer UND SIEHE DA: Der Präsident des Goethe-Institutes, Professor. Dr. Hilmar Hoffmann, gehörte zu den UNTERZEICHNERN der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform, war ein GEGNER der neuen Rechtschrei-bung. In DIE WELT schreibt er, dass die neue Rechschreibung eine VERHUNZUNG der Sprache und unseres kulturellen Erbes ist. BRAVO, HERR PROFESSOR! DOCH HALT! Danach verstummte der Professor jäh. War er verstorben? Mitnichten! Er hat einfach nicht weiter protestiert. Was verursachte seinen Sinneswandel? Nach eingehenden Recherchen fand ich heraus. Es ist ein Wort mit vier Buchstaben. G E L D !!! Das Goethe-Institut wird nicht nur finanziert durch unsere Steuergelder, sondern auch noch GESPONSERT VOM BERTELSMANN VERLAG! AU WEIA. Der Professor Hoffmann, der ja vom Goethe- Institut (und damit indirekt auch von Bertelsmann) sein Gehalt bekommt, hat also gekuscht, denn: Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing. Und in dem Falle hieß es für den zunächst aufmüpfigen Professor: SCHNAUZE HALTEN! Die Schnauze gehalten haben auch so man-che Dichter und Denker. Warum wohl? Nun ja, Autoren machen ein Geschäft, wenn ihre Bücher neu aufgelegt werden müssen. KAPITO? Es handelt sich also hier hauptsächlich um eine persönliche Geschäftemacherei der sogenannten „Reformer“. Und wieder einmal, wie beim Euro-Schwindel, hat man Professoren gekauft, die durch Schmiergelder entweder mund-tot gemacht wurden oder in durch die Medien verbreiteten „Gutachten“ dem blöden Stimm-vieh die angeblichen Vorzüge der - in diesem Falle Rechtschreibereform - vorgaukelten. Ja, ja, wes Brot ich ess’, des Lied ich sing. Oder: Geld regiert die Welt.

Doch weiter: Tauchen wir tiefer in den Geldschmier - Geschäfte – Nepotismus- Korruptions -Sumpf der angeblichen „Reformer“. Wenden wir unsere Aufmerksamkeit dem IDS zu, dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, und zwar speziell dessen Mitarbeiter, dem „Reformer“ Dr. Klaus Heller. Der wusste schon damals, dass eine Rechschreibreform für 100 Millionen Muttersprachler und zahllose Ausländer immer ein ganz folgenreiches Unter-nehmen ist. Man kann die Rechtschreibung nicht des öfteren wechseln wie ein Paar abgetragene Schuhe. Aber Dr. Heller wollte nur eines: DIE KOHLE, und zwar in Form von Arbeitsbeschaffung für das IDS und seine Mitarbeiter. So kann man natürlich auch Arbeits-plätze erhalten... Es war und ist das persönliche Ziel Herrn Dr. Klaus Hellers, als Geschäfts-führer einer permanenten zwischenstaatlichen Rechtschreibkommission und auch als Autor wie die anderen „Reformer“ GUT ZU VERDIENEN. Ich fordere deswegen einen Unter-suchungssauschuss gegen das IDS mit dem Vorwurf des Betruges am deutschen Volke. Nun werden die Reformer einwenden: „Aber was hast du denn, lieber Lanoo? Warum regst Du Dich denn so auf? Wir führen doch wieder die ALTE Schreibform ein!“
JA, JA UND IHR VERDIENT WIEDER DARAN, IHR SCHLAWINER!

DARUM hat auch der gute Professor Dr. Hilmar Hoffmann es nicht gewagt, GEGEN die Rechtschreibereform Stellung zu nehmen.
Das war’s wieder mal.

Amen.

Euer einsamer Rufer in der Wüste

Christian Anders (Lanoo)

P.S. Ging ich zu harsch mit den Professoren um, habe ich sie alle als unter einer Decke steckend präsentiert? Nun dann tut mir das leid, denn es gibt in der Tat EINIGE MUTIGE Professoren und Reformgegner, die sich nicht haben kaufen lassen. Einer von ihnen ist z.B. Professor Helmut Glück (Bamberg). Er schreibt:

„Einiges Unbehagen bleibt. Unter den Sprachwissenschaftlern gibt es kaum jemanden, der der Reform ohne Vorbehalte zustimmt. ... Viele Sprachwissenschaftler haben sich mit ihrer Kritik nur deshalb zurückgehalten, weil sie eine andere Erwartung mit der Reform verbanden. Sie hofften, daß ... Instanzen die weitere Entwicklung unserer Rechtschreibung pflegend und steuernd begleiten. ... Ganz schlecht wäre es, wenn die Kommission für Rechtschreibfragen des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim, die die nun beschlossene Reform entwickelt hat, einfach weitermachen könnte, nur mit viel größeren Kompetenzen als bislang. Sie hat eher einseitig aus der Perspektive des Schreibenlernens argumentiert." Vgl. Glück: Rechtschreibreform: Nichts für Hinter-zimmer. In: DIE WELT 13.12.1995, abgedruckt in: Zabel: Keine Wüteriche am Werk, 1996, S. 317. Christian Stetter geht hingegen auf den Vorwurf der Reformer bzw. des IDS und der KMK ein, die Kritik komme zu spät: Die Wortlisten der Amtlichen Rege-lung hätten nicht einmal beim Hearing der KMK 1993 in Bad Godesberg vorgelegen. Noch im Herbst 1996 seien die Details der Regelung nur wenigen Fachleuten bekannt gewesen (vgl. Rechtschreibung. In: Forschung & Lehre 12/1996, S. 660). Auch dies erklärt, weshalb der anfänglich sehr kleine Kreis der Kritik übenden Germanisten und Linguisten erst seit der Bekanntgabe der Wörterlisten allmählich, aber unaufhaltsam anwächst. Manche Sprachwissenschaftler arbeiten seitdem im Stillen an ihrer wissen-schaftlichen Analyse und Kritik der Rechtschreibreform oder halten sich nach wie vor aus kollegialer Rücksicht auf die sog. Reformer und die Kultusminister oder aus Re-signation zurück. Andere wiederum üben sich in Wohlverhalten gegenüber ihrem Kultusminister, weil sie finanziell von ihm abhängig sind. Aus den genannten Gründen und weil in der zwischenstaatlichen Kommission weitgehend jene Reformer sitzen, die für das Rechtschreib-Chaos verantwortlich sind, ist es höchste Zeit, daß noch mehr Germanisten und Linguisten als bisher ihre Reserve aufgeben und ihre Kritik an der Rechtschreibreform nicht nur im privaten Kreis, sondern auch öffentlich äußern. Man denke dabei nicht nur an Sprachwissenschaftler und Linguisten, sondern z.B. auch an Literaturwissenschaftler, Vertreter der Sprachdidaktik, Mediävisten, Phonetiker, Phonologen, Pragmatiker, Psycho-, Soziolinguisten, Dialektologen, Päda-gogen, Psychologen, ebenso an Anglisten, Romanisten, Orientalisten, Sinologen, usw. Auch Fremdsprachler können z.B. einen Beitrag leisten, indem sie über die katastro-phalen Folgen von Rechtschreibreformen in anderen Staaten berichten. Wer aus diesen Fachkreisen sich bisher zur Rechtschreibreform öffentlich geäußert hat oder an einer Veröffentlichung arbeitet, hat die Möglichkeit, sich zu melden, um die "Lehrer-initiative" zu verstärken.
BRAVO PROFESSOR!

P.S. Dass sogar die CDU, der ich ansonsten nicht viel zutraue, den Mut besitzt die ALTE Rechtschreibung zurückzufordern, bekümmert mich zwar etwas, aber der Zweck heiligt auch hier die Mittel oder jene, die dem Zwecke dienen.

„Netzeitung.de“ schreibt:

CDU-Politiker wollen alte Rechtschreibung zurück
14. Jun 2004 12:00


Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) möchte die alte Rechtschreibung wieder einführen. Die neue Schreibweise sei eine «Missgeburt».
Führende CDU-Politiker haben sich für eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung ausgesprochen. Schon am Sonntag sagte der nieder-sächsische Regierungschef Christian Wulff der «Bild»-Zeitung, viele Lehrer wüssten nicht, was sie vom kommenden Jahr an den Kindern beibringen sollten.


Neue Rechtschreibung eine "Missgeburt"
Am Sonntag sagte auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, die neue Rechtschreibung sei "eine Missgeburt und wird von den meisten Menschen nicht angenommen". Das müsse die Politik akzeptieren "und auch die Kraft haben, diese Reform grundsätzlich wieder abzuschaffen", sagte Müller der "Bild"-Zeitung.

Ulrike Flach (FDP), Vorsitzende des Bildungs- und Forschungsausschusses im Deutschen Bundestag, sagte der Zeitung, die Rechtschreibreform sei "die größte Fehlleistung der Kultusministerkonferenz".
Anfang Juni 2004 hatte die Kultusministerkonferenz beschlossen, die alte Schreibweise zum 1. August 2005 für ungültig zu erklären. (nz)


UND AUSSERDEM: ...

...auch ohne Rechtschreibreform haben wir genug Spaß. Genau vor 30 Jahren, 1974, erschien mein Lied „Wer liebt hat keine Wahl“ mit diesem lustigen Cover. Vielleicht hat die Musikindustrie schon damals ein Zeichen setzen wollen...

Christian Anders

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