Hartz IV Blödsinnsplan

Teil 1

Sie werden brennen. DIE AREBEITSÄMTER WERDEN BRENNEN!! Ich sag’s voraus. Es wird zu gewalttätigen Übergriffen auf die Zentralen des DEUTSCHEN ARBEITSTERRORS geben. Terror wird hier mit Terror beantwortet werden. Was meine ich mit Terror? Ich meine damit den HARTZ IV TERROR. Doch weiter: Ich sage, man muss damit rechnen, dass Sozialämter und Arbeitsagenturen zu Beginn des kommenden Jahres POLIZEISCHUTZ beantragen werden. Es gibt bereits heute ungeheure Spannung. Ich übertreibe nicht. Ich werde wie immer recht behalten, so ungern ich das in diesem Falle möchte. Sie werden sehen. Die dramatische Situation in Deutschland wird sich durch den HARTZ IV BLÖDSINNSPLAN noch verschärfen, noch schlimmer werden als sie es ohnehin schon ist. Zum religiösen Terror in Deutschland wird sich der durch HARTZ IV verursachte Terror hinzufügen. Wer glaubt dass dies Schwarzseherei ist, der hat eben noch nicht verstanden. Spätestens Anfang nächsten Jahres werden die Betroffenen begreifen, dass sie – verursacht durch den Hartz IV Blödsinnsplan – GAR KEINE UNTERSTÜTZUNG MEHR BEKOMMEN WERDEN!

Um das SCHLIMMSTE zu verhindern, fordere ich darum einen sofortigen STOPP des HARTZ IV BLÖDSINNSPLANS. Gleichzeitig rufe ich den Arbeitslosen und den zukünfti-gen deutschen Zwangsarbeitern (den so will’s ja Hartz) zu : „WERFT KEINE BRAND-BOMBEN oder Sprengstoffanschläge! Sondern schickt Hartz IV in die Wüste!“
Doch genug der Emotionen. Bleiben wir sachlich. Ich sage voraus, dass jetzt schon Direktoren von Arbeitsagenturen im Gespräch mit Polizeipräsidenten sind, um vor den Arbeitslosen bzw. in Arbeit GEZWUNGENEN Polizeischutz zu erhalten.
Da viele noch gar nicht wissen, was HARTZ IV eigentlich ist, warum ich ihn den HARTZ IV BLÖDSINNSPLAN nenne und warum ich mich so aufrege, gehe ich hier ins Detail.

Nun ist es ja in der Regel kein gutes Zeichen, wenn Bosse von Großunternehmen „moderne Gesetze“ gegen – Entschuldigung FÜR - Arbeitslose ausarbeiten. Das sogenannte „Hartz-IV-Gesetz“ wurde von Bundestag und Bundesrat verabschiedet – eine offene Kriegserklärung des rot-grünen Schröder Regimes and alle Langzeitarbeitslosen.
Seit knapp einem Jahr wird ja auf dem Arbeitsmarkt für bezahlte Arbeit das Arbeitsverhältnis in drei verschiedene Arten aufgeteilt: 1. Minijob (Bruttoverdienst bis 400 Euro). 2. Niedriglohn (Bruttoverdienst von 400-800 Euro/Monat) und dem regulären Beschäftigungsverhältnis (Bruttoverdienst ab 800 Euro /Monat. Entsprechend dazu werden Sozialversicherungsbeiträge und Steuern eingezogen. Diese Neuregelung beruht auf dem Hartz Konzept und soll mehr Beschäftigung bringen. Mehr Beschäftigung für die Bürokraten und ihren aufgeblasenen Amtsschimmel ja, für die Arbeitslosen NEIN, so sage ich.

„Hartz IV“ ist ein nach dem VW- Manager Peter Hartz benanntes Gesetz, welches am 1. Januar 2005 in Kraft treten wird. Wer, lieber Leser, ist der mächtigste Mann in unserem Lande? Der durchdringend wirr blickende neue Bundespräsident? Oder unser dunkelgetönter Kanzler? Oder die Banken? Oder die Bundesbank? OH NEIN. NACH AUSSEN HIN und für jeden offensichtlich ist PETER HARTZ, der zahnweißgebleichte Dauerlächler und Manage-ment-Hai, der mächtigste Mann im Staate. Und das ohne gewählt worden zu sein. Er ist die graue Eminenz (im Gegensatz von uns Gerhard steht er wenigstens zu seinen grauen Haaren) im Staate. Wie eine Spinne zieht er die Fäden geschickt im Hintergrund und bestimmt damit das Schicksal eines ganzen Landes, Deutschland genannt. Denn: MILLIONEN VON ARBEITSLOSEN werden ab nächstem Jahr seinen WAHNIDEEN, eben dem HARTZ IV BLÖDSINNSPLAN, ausgeliefert sein. Deutschland wird (wieder) die Zwangsarbeiterlager einführen, nein ganz Deutschland WIRD zum Zwangsarbeiterlager, wenn Hartz durchkommt. Und gerade wir Deutschen sollten doch wohl etwas sensibler sein was Arbeits- und Konzentrationslager anbelangt. Oder? Doch weiter.

Ich, lieber Leser, ich kläre Sie nun darüber auf, was es mit diesem als „harmlose Reform“ getarnten Machwerk der Berliner Blockparteien in Wirklichkeit auf sich hat.
Tja, lieber Arbeitsloser. Die Zeiten des sagenhaften Reichtums und Nichtstuns sind vorbei. Doch nicht etwa für Firmenchefs und Fabrikbesitzer! NEIN, NEIN! Nur für die bösen Arbeitslosen!!

Alsdann, hier ist der „Hartz IV Blödsinns-Anti-Arbeitslosen-Plan“ auch Arbeitslosen- Geld 2 Vorschriften genannt.

  1. Es erfolgt eine Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. Alle „erwerbs-fähigen“ Arbeitslosen erhalten das neue „Arbeitslosengeld“ pauschal.
  2. Geplant ist eine „aktive Arbeitsvermittlung“ für „erwerbsfähige Langzeitarbeitslose“
    oder in Klartext: Der Arbeitslose wird als Arbeitssklave nutzbar gemacht und zwar von sogenannten „Fallmanagern“. Somit wird also der glücklich-arbeitslose Mensch zum „Fall“, während die von uns bezahlten „Volksvertreter“ in ihren Luxuslimousinen durch das Dritte-Welt-Land Deutschland schweben. Jeder „Fallmanager“ soll 75 „Fälle“ einschleusen und diese in den Arbeitsmarkt „eingliedern“, ganz nach dem einst deutschen Motto „ARBEIT MACHT FREI!“
  3. Da das Registrieren in Lagern eine besonders DEUTSCHE Eigenart und Fähigkeit zu sein scheint, werden also nach dem Hartz IV Plan Langzeitarbeitslose in „Jobcentern“ registriert.
    Erinnert mich auch irgendwie an die Sklavenhändler auf den antiken römischen Sklavenmärkten. Denn: Der „Fallmanager“ erstellt ein „Profil“ über seinen „Klienten“ und dessen „Verwendbarkeit“. Dann gibt es im Hartz IV Programm eine „Einglie-derungsvereinbarung“, in der die „Eigenbemühungen“ des Arbeitslosen festgelegt werden, die dieser zu erbringen hat, um dann als Arbeitssklave vermittelt zu werden.
  4. Was heißt nun „Eigenbemühungen“? Dazu gehört auch, jedes einzelne vom Arbeits-amt vorgeschriebene „Vorstellungsgespräch“ zu besuchen, um sich dann als Arbeits-sklave zu verkaufen. Schwänzt man als Arbeitsloser auch nur EIN vom Arbeitsamt befohlenes „Vorstellungsgespräch“, kann man vorübergehend 3 Monate lang den Anspruch auf Arbeitslosengeld verlieren. Dies betrifft auch ein versehentliches, nicht absichtliches Vergessen des Vorstellungstermins (Siehe Urteil des Bundesgerichts, AZ: B 11 AL 67/03 R „Leichte Fahrlässigkeit reicht nicht.“)
  5. Wer jünger als 25 ist, muss UNVERZÜGLICH Arbeit verrichten, auch wenn sie ihm
    NICHT gefallt bzw. er wird künftig „unverzüglich“ in Arbeit, Ausbildung „berufs-vorbereitende Qualifizierung“ bzw. Praktika gesteckt. Mit oder auch gegen seinen Willen. Ja, ja, Arbeit macht frei..........
  6. Ist jemand arbeitslos, darf er nur 200 Euro Barvermögen PRO LEBENSJAHR behal-ten. Der Rest des Geldes muss verbraucht werden. Kleine Frage an Herrn Hartz und Kumpane. Muss ein Arbeitsloser jetzt vielleicht auch einen Stern tragen? Darf’s gelb sein? Da kann man sie dann schneller erkennen und wenn’s sein muss auch beseitigen.
    Doch weiter:
  7. Schnüffler vom Arbeitsamt sollen „Hausbesuche“ machen, sich da ein bisschen
    „umschauen“. Da kann ich nur sagen: NIEMANDEN REINLASSEN! Egal ob GEZ – Prüfer wegen Rundfunkgebühren oder Schnüffler vom Arbeits-Sozialamt - ob mit oder ohne Ausweis - ja, selbst Polizeibeamte dürfen nur mit einem amtlich gültigen Durch-suchungsbefehl eine fremde Wohnung betreten. DAS GANZE IST NÄMLICH NICHT GESETZLICH!! HARTZ IST NICHT GESETZLICH ABGESICHERT! Wacht auf, ihr Hammel!! Sind die Franzosen etwa mutiger als wir Deutschen? Als in Frankreich die Praxisgebühr eingeführt werden sollte, drohten die Franzosen mit GENERALSTREIK, und sogleich zog der Gesetzgeber den Schwanz ein. Und in Deutschland? Wir Steuerhammel zahlen brav unsere Praxisgebühr und glotzen weiter „DIE ALM“ (Auf die man mich haben wollte, was aber GOTT SEI DANK nicht klappte). Haha.
    Wehr Dich, Du Steuerdepp, damit ich UND DU wieder Respekt vor Dir haben können!! Mamma mia! Doch weiter.
  8. Mit der Freiheit der Arbeitswahl ist – nach Hartz und ab 1. 1. 2005 endgültig Schluss.
    JEDE legale Arbeit, ob zumutbar oder unzumutbar und zu jedem Hungerlohn MUSS ab dann angenommen und ausgeführt werden. Es mag dann sein, dass der ehemalige Universitätsprofessor als Klo-Mann arbeiten muss oder dass die arbeitslose Bank-direktorin auch Bierkästen schleppen muss, Dreck schaufelt oder die Straße kehrt.
    Ich stell mir gerade den arbeitslosen Herrn Hartz vor, wie er am Eingang der örtlichen Mc-Donalds-Toilette um ein paar Cent Trinkgeld bittet... oder Herrn Clement, wie er vollgekackte Bettpfannen säubert. (Warum eigentlich nicht? Könnte der Arroganz des Herren gar nicht schaden und festigt außerdem das Gebiss...)
    Hat man aber gar keine Lust eine dieser Arbeiten anzunehmen, dann muss man mit einer empfindlichen Strafe rechnen.
  9. Ab 1.1. 2005 gilt das Grundgesetz in Deutschland nicht mehr. Denn da heißt es nach
    Artikel 12 Grundgesetz:
    „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden.“
    Dies gilt ab dem 1.1. 2005 dann nicht mehr, denn dann darf KEIN Arbeitsloser mehr seinen Arbeitsplatz frei wählen, er kann im Gegenteil vom Staat zu jeder beliebigen Dreckarbeit gezwungen werden. Man hat also in einem Aufwischen auch gleich das Grundgesetz geändert bzw. mit Füßen getreten ohne irgendeinen Volksentscheid, etc. Na, ja mit uns kann man’s ja machen.

Lieber Leser, so wie in Deutschland das „Recht auf Bildung“ zur „Schulpflicht“ pervertiert wurde, ebenso wird nun aus dem ehemaligen „Recht auf Arbeit“ für Arbeits- und Leistungswillige eine „Pflicht zum Arbeiten“ für Arbeitsscheue und Faulenzer.

Übrigens: Die erste große Pleite für die Hartz – Reform zeichnet sich jetzt bereits ab:
Der größte Betreiber so genannter Personal-Service-Agenturen (PSA) in Deutschland, Maat-werk, hat INSOLVENZ angemeldet. Damit gerät eine wichtige Säule der Arbeitsmarkt-reformen ins Wanken. Das Arbeitslosenamt ist sozusagen arbeitslos, denn: 9500 PSA-Be-schäftigte und 600 Verwaltungsangestellte stehen auf der Straße, und dürfen jetzt des Hartz IV – Arbeitslosengeld 2 Segens harren. Offenbar hat sich das niederländische Unternehmen mit dem schnellen Aufbau der mehr als 200 Agenturen binnen weniger Monate übernommen. Man bedenke nur die Idiotie: Man beauftragt ein niederländisches Unternehmen damit, den deutschen Arbeitsmarkt zu bedienen. Haha. Wo bleibt die Kohle? Was haben sie damit gemacht? Das meiste Geld aus Prämien mussten sie zunächst in den Aufbau einer Infra-struktur stecken – und natürlich auch in die eigenen Taschen. Haha. Für jeden Arbeitslosen, der in die PSA Kartei kam, erhielt PSA sofort eine Prämie, statt das nicht vorhandene Gehirn zu bemühen, denn dann dürfte eine Prämie nur bezahlt werden, wenn die PSA dem Arbeitslosen auch wirklich einen Job vermittelt hätte. Aber was soll’s, ist ja nur unser Geld.
Man hat uns also vom Regen in die Traufe geschwindelt. Denn: Das Drama um den Rauswurf von Arbeitschef Florian „der Pfau“ Gerster war ein Ärgernis, das viele Reformprozesse verzögert hat. Die Pleite des Personaldienstleisters Maatwerk ist ein dramatischer Rückschlag.

Hinterher haben’s dann alle wieder gewusst, so wie z. B. der Jürgen Uhlemann, Chef der Agentur Jobs in Time, und Vorstand des Branchenverbands BZA.
Er sagt: „Das Ende von Maatwerk ist absehbar gewesen.“

Noch einmal: Beim Arbeitslosengeld 2 Plan sind weitere Zusatzblätter auszufüllen. Damit sollen vor allem die Vermögensverhältnisse festgestellt werden, aber auch die „angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung.“ Sogar der Sozialverband VdK Deutschland hatte beklagt, dass die Fragebögen die meisten Menschen überforderten.

Ich nenne es „sadistischen Perfektionismus“, denn ohne fremde Hilfe können die Bögen nicht ausgefüllt werden. Doch diese Hilfe können die Arbeitsagenturen nicht in ausreichendem Maße leisten. Das Hartz-Gesetz ist SCHLAMPIG gemacht, denn bei seiner Umsetzung treten Lücken auf, die zu Lasten der Betroffenen gehen. Das haben die Herren „da oben“ absichtlich so gemacht, damit so mancher Arbeitslose den Antrag gar nicht ausfüllt bzw. stellt und somit den Herren erspart, ihm das Arbeitslosengeld zu zahlen. Außerdem verletzt Arbeitslosengeld 2 das Datenschutzgesetz. Doch das interessiert unsere „Volksvertreter“ überhaupt nicht. Man sehe sich einen dieser arroganten Herren nur an.

 

Wie hat er doch groß getönt: „WER NICHT ZURECHT KOMMT, SOLL MICH ANRUFEN!!“

Und was nutzt das? Alles, was man da bekommt, ist „zur Zeit besetzt“ oder andere auswei-chende Antworten. Doch Clement findet weiterhin die Arbeitslosengeld 2 Formulare „ganz hervorragend“. Ja, weil SIE SELBER sie nicht ausfüllen müssen, mein Freund. Haha. Sie leben ja wie die Made im Speck VON UNSEREM GELD!!!
Es geht bei Arbeitslosengeld 2 auch gar nicht so sehr darum neue Arbeitsplätze zu schaffen, sondern diejenigen, die jetzt in diese Situation geraten, nicht zu lange in Arbeitslosigkeit zu lassen. Dass man nebenbei auch noch diese Menschen entwürdigt, schlimmer als bei jeder öffentlichen Taschenpfändung, interessiert die Herren Hartz und Clement nicht. Siehe Foto oben.
Und wenn Sie wissen wollen, welche Konsequenzen Hartz IV für Datschenbesitzer im Osten hat, die sich ihr leben lang mühselig ein kleines Häuschen vom Mund abgespart haben, dann klicken Sie bitte hier: www.mdr.de/exakt

Nun will man das Ganze neu ausschreiben und wiederum mit unsrem Geld.
Genug gemeckert. Was ist nun zu tun?

Teil 2

Die Politiker beschweren sich, dass kein Geld da ist. Das ist so, weil das Geld, welches erarbeitet wird, zum größten Teil zur Bezahlung der ständig wachsenden Staatsverschuldung und ihrer Zinseszinsverseuchung bezahlt wird. So kommen wir aus dem Schlamassel nie heraus. Darum schlage ich 3 Schritte vor:

Schritt 1: Weg mit dem gegenwärtigen zinsbelasteten Geldsystem.
Schritt 2. Die Einführung des Z.U.G.-Geldes, also des Zinsfreien Umlaufgesicherten Geldes, welches im Wert abnimmt (6% im Jahr) und somit in den Umlauf gezwungen wird.
Schritt3. Das Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN wird Pflichtlektüre an allen Schulen und muss neben der Bibel auf allen Hotelnachtischchen liegen.
Wenn ihr also nicht wollt, dass bald die Arbeitsämter brennen, dann lest mein Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN.

Und außerdem:

So ganz einsam scheine ich allerdings gar nicht zu sein. Auch andere kritisieren den Hartz- Unsinn. Man lese und staune:

"Reform der Bundesanstalt für Arbeit"

           
Wie Peter Hartz Karl Marx vollständig rehabilitiert

Die Hartz-Pläne sehen nicht nur vor, mehr Arbeitslose zu vermit­teln, sondern auch zusätzlich Beschäftigung zu schaffen. Was fällt ihm dazu ein? Die Schwarz­arbeit! Interessant – denn ein echtes „Mehr an Beschäftigung“ ist das natürlich nicht, die Schwarzarbeiter-Jobs gibt es ja schon! Hier wird sehr schön deutlich, was mit „Beschäftigung schaffen“ überhaupt gemeint ist, nämlich, dass sich der Staat zusätzlich Reichtumsquellen er­schließen will! Darüber wird Hartz ein echter Fan von Schwarzarbeit, ein Wirtschaftssektor, auf dem sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf einem echt freien Markt, frei vom Korsett der Tarifverträge, frei vom Korsett des Arbeitsrechts gesucht und ge­funden haben – da sieht man doch: es kann klappen! Dass es zu Bedingungen klappt, die den sonst so verteufelten Manchester-Kapitalismus fast noch rosig aus­sehen lassen – extrem unter­tarif­liche Bezahlung, Prinzip des hire & fire, keine Möglichkeit den Lohn einzuklagen, keinerlei Ar­beits­­schutz usw. – weiß auch Hartz. Dieser unkonventionelle Denker nimmt eben genau dies als Chance!

Es gibt nur einen Mangel: Das ganz ist illegal und bringt dem Staat nix ein. Also muss man Schwarzarbeit legalisieren! Und wie? Natürlich nicht, indem man diese Beschäftigungs­verhältnisse in die bisherigen legalen überführt; das würde die Lohnkosten so hoch­schrauben, dass die Arbeit nicht mehr stattfinden würde (die schwarze Arbeit findet eben nur statt, weil mit dem Umgehen aller Bestimmungen sensationell günstig ausgebeutet werden kann); nein, man muss die Bedingungen und das Niveau dieses Beschäftigungs­ver­hält­nisses selbst legalisieren. Mit der Legalisierung von Schwarzarbeit wird von Staats wegen der moderne Tagelöhner geschaffen; Menschen, die sich selbst besitzen („Ich -AG“) und sich selbst mal hierhin, mal dorthin ausleihen. Einen kleinen Preis hat die Sache: 10 %, die die künftigen legalen Schwarz­arbeiten von ihrem eh schon lächerlich geringen Lohn abgeben dürfen; dafür erhalten sie tatsächlich das Recht, Lohn einklagen zu können – und sie dürfen, sofern sie überhaupt noch anspruchsberechtigt sind, etwas zu ihrem ALG (II) dazuverdienen.

An die Kommission „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ (Hartz-Kommission)

05. August 2002

Sehr geehrter Herr Dr. Hartz,
Sie haben in der Öffentlichkeit erklärt, Sie seien mit allen Parteien und Verbänden wegen der von Ihrer Kommission derzeit entwickelten Vorschläge zur Arbeitsmarktreform im Gespräch. Bisher ist allerdings nicht erkennbar, dass Frauenverbände an dem Konzept beteiligt werden. Auch die Zusammensetzung der Kommission ist aus unserer Sicht unbefriedigend, da nur eine einzige Frau Kommissionsmitglied ist, was einem Frauenanteil von unter 7 Prozent entspricht.

Der Deutsche Juristinnenbund wendet sich vor dem 16. August 2002, der als Tag zur öffentlichen Präsentation des Konzepts vorgesehen ist, an Sie und die Kommissionsmitglieder. Denn nach den inzwischen bekannt gewordenen 13 Modulen zum Abbau der Arbeitslosigkeit besteht Anlass zur Sorge, dass die Interessen von arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Frauen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Im Gegenteil ist zu befürchten, dass die Vorschläge nur auf typisch männliche Erwerbsbiographien abzielen und die Frauen Verliererinnen dieser Arbeitsmarktreform sind.

Stichwort Mini-Jobs: Nach den neuesten Vorschlägen soll die Geringfügigkeitsgrenze von derzeit 325 Euro zunächst für haushaltsnahe Dienstleistungen und Arbeitslose, später eventuell für alle Personen auf 500 Euro monatlich erhöht werden. Gleichzeitig soll nur noch eine 10%ige Sozialversicherungspauschale gelten. Unklar ist, ob überhaupt und wenn ja welche Ansprüche in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung aus dieser gegenüber dem bisherigen Recht deutlich niedrigeren Pauschale begründet werden. Die Ausweitung der Mini-Jobs ist nicht nur wegen der Belastung der Sozialkassen, sondern auch frauenpolitisch abzulehnen. Denn diese Kostenprivilegierung schafft einen ökonomischen Anreiz, reguläre Arbeitsverhältnisse in geringfügige umzuwandeln. Die Reform der Bundesregierung zur teilweisen sozialversicherungsrechtlichen Einbeziehung der geringfügigen Beschäftigung war hier ein Schritt in die richtige Richtung. Ihre Pläne zur Ausweitung der Geringfügigkeit sind demgegenüber ein deutlicher Rückschritt. Dies gilt erst recht für die noch weiter gehenden Pläne der CDU/CSU und der F.D.P. Geringfügig Beschäftigte sind in erster Linie Frauen, und sie sind in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung Versicherte zweiter Klasse. Der djb hat schon immer gefordert, die sozialversicherungsrechtliche Privilegierung dieser Beschäftigungsverhältnisse abzuschaffen. Das Arbeitsförderungsrecht bietet für geringfügig Beschäftigte gar keinen Schutz. Solche Arbeitsverhältnisse sind im SGB III versicherungsfrei, begründen also keinerlei Ansprüche auf Arbeitslosengeld oder -hilfe.

Stichwort Familien-AG: Das Konzept der Ich-AG und vor allem der Familien-AG ist rückschrittlich, denn es zielt auf untergeordnete familienhafte Mithilfe von Ehefrauen. Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen die familienhafte Mithilfe von Ehefrauen und Kindern ohne eigenes Arbeitsverhältnis und ohne eigene Absicherung die Regel war. Im Bereich der Landwirtschaft hat der Gesetzgeber erst 1995 mit dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG vom 29.7.1994) die Kraft gehabt, die eigenständige Sicherung von Frauen adäquat in einem Splittingmodell und einem stark steuerfinanzierten System umzusetzen.

Deutscher Juristinnenbund

Gez. Margret Diwell
Präsidentin

 

Dr. Christiane Fuchsloch
Vorsitzende der Kommission
Recht der sozialen Sicherung
Familienlastenausgleich

nach oben    zurück    Startseite

Alle Kolumnen
Voraussagen

Maul- und Klauenseuche II
Maul- und Klauenseuche
Die Stauffenberg-Lüge
Albert Einstein
Impfsymposium 2007
Wolfowitz
Gewaltbereitschaft
Sigmar Gabriel
Klima Schwindel Alarm
Geburtstag der EU
Aprilscherz
Klimawandel
Gerhard Schröder
Ist Merkel Kanzlerin?
Saddam Hussein
Mohammed Junus
Arbeitslosenzahlen
AIDS-Tag
Gratuliere, Joe!
Die Ursache der Armut
Die Ringwurm-Kinder
Die Schröder Biographie
Der Masern-Impfblödsinn

 


Neu: Möchten Sie mehr exklusive Infos von Christian Anders?
Bitte geben Sie hier Ihre Mailadresse ein und Sie erhalten den kostenlosen Newsletter:
Info

 


Eine Sammlung der Kolumnen von Christian Anders finden Sie in seinem neusten Buch "Literarischer Rebell".

Kontakt  :  Impressum