Beugehaft für Helmut Kohl

Seit Jahren träume ich davon, dass der von mir so geliebte und verehrte Exkanzler Helmut Kohl dort hinkommt wo er hingehört, nämlich in den Knast. Ich habe ja erst vor kurzem in einem Knast gesungen und aus meinem Buch vorgelesen. Das sind an sich sehr nette, aber vielleicht auch sehr raue Herrschaften, die dem zum Super-Ballon aufgedickten Kohl schon die Flötentöne beibringen würden.
Was hat nun die Beugehaft für Kohl mit der Festnahme seines ehemaligen Staatssekretärs Dr. Pfahls zu tun? Also schön der Reihe nach.
Helmut Kohl will schon seit Jahren nicht sagen, von wem er unversteuerte Schwarz-Schmiergelder erhalten hat. Jeden anderen Staatsbürger würde man in Beugehaft weich klopfen bis er aussagt. Da aber unter dem Gesetz nicht alle gleich sind, gilt dies für den Ex- Kanzler nicht bzw. er muss nicht in den Knast, wie jeder andere Steuersünder auch, der der Steuer soviel Kohle schuldet und nicht bezahlt hat. Davon kann ich selbst ein Lied singen, weil ich auch einmal eine Million nachzahlen musste. Was hat nun Kohl mit Pfahls zu tun? Also müssen wir die ganze Sache doch noch einmal aufrollen. Die Vergangenheit holt uns und vor allem Altkanzler Herrn Kohl auf seine alten Tage noch einmal ein. Es geht im Falle Pfahls-Kohl um folgendes:

Der promovierte Jurist Holger Pfahls galt als eine Art Wunderknabe der Politik. Geboren wurde er am 13. Dezember 1842 im schönen brandenburgischen Luckenwalde. Innerhalb weniger Jahre nach seiner Promotion legte Dr. Pfahls als enger Vertrauter von Bayerns früherem Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß eine Blitzkarriere hin.
Hellenbroich und Wörner förderten den Strauß-Günstling Pfahls hoch bis zum verbeamteten Staatssekretär, der unter anderem verantwortlich war für die Rüstungskontrolle.
1992 sollte Dr. Pfahls – im Zusammenhang mit Waffenlieferungen aus NVA-Beständen an Israel – in den Ruhestand versetzt werden, führte jedoch, getrieben von krimineller Energie, seine Winkel-Schmiergeld-Bestechungsgeschäftchen weiter als Anwalt und Spitzenmanager des heute so gebeutelten Automobilkonzerns Daimler Chrysler in Südostasien.
Dann schlug Pfahls erst richtig zu. 1999 geriet er international in die Schlagzeilen, als man ihm vorwarf, als Verteidigungsstaatsekretär fast zwei Millionen Euro von einem gewissen Karl Heinz Schreiber genommen zu haben. Und wofür? Für eine Lieferung von über 30 Panzern an Saudi-Arabien zu einer Zeit, als die Bundeswehr selber diese Panzer gebraucht hätte.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Pfahls der Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung. Im Mai 2000 entschloss sich der Ex-Staatssekretär und damalige Daimler-Manager zur Flucht, welche ihm fast fünf Jahre gelang. Seine Konten waren gesperrt. WIE KONNTE ER ÜBERLEBEN UND UNTERTAUCHEN? Zuletzt residierte er in dem vornehmen Pariser Viertel auf dem Boulevard de Grenelle im 7.Arondissement, wo er dann auch vor einigen Tagen festgenommen wurde. Wer finanzierte Dr. Pfahls die ganze Zeit? Waren es einflussreiche Freunde? Wie wär’s, wenn wir dies Altkanzler Kohl fragen würden, während er in Beugehaft bei karger Kost (wenn möglich Brot und Wasser) seine überflüssigen Pfunde wegschwitzt. Vielleicht sollte aber auch Kohls Sekretärin ihm gut zureden. Auf die hat er doch immer sehr gehört, die stand ihm doch immer SEHR nahe.....Oder: Was dem Kohl seine Sekretärin ist dem Schröder seine Maischberger. Was mich wiederum fast zu einer neuen Kolumne inspirieren könnte mit dem Titel: DER WAHRE GRUND FÜR DEN SELBSTMORD DER HANNELORE KOHL. Aber lassen wir das. Genug davon. Was, so wird sich der geneigte Leser fragen, hat denn nun aber Helmut Kohl mit Pfahls zu tun? Folgendes: Dem Altkanzler Kohl wird vorgeworfen, dass er damals als Kanzler ebenfalls Schmiergelder im Zusammenhang mit der Panzeraffäre (aber auch aus anderen Quellen) erhalten habe. Kohl weigert sich nun zu sagen von wem. Darum fordere ich BEUGEHAFT FÜR HELMUT KOHL, dem ich außerdem vorwerfe, dass er durch gemeine Intrigen direkt mit der Entlassung meines Bruders, des Ex-Senators Dieter Schinzel aus der Partei zu tun hatte. Ja, ja Helmut!! Die Vergangenheit holt Dich jetzt ein, alter Junge. Und ich hoffe, dass Du zusammen mit dem Rest der ganzen korrupten Bande lange im Knast schmoren wirst.

Das war’s wieder mal, mir ist ganz schlecht von dem ganzen Spenden-Sumpf-Skandal-Geschreibe.

Euer einsamer Rufer in der Wüste

Christian Anders

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