Der Weisswurscht Papst oder Der Fettnäpfchen-Papst

KRITIK AM PAPSTBESUCH

oder

Was man hätte besser machen können

Jemand fragte mich anlässlich des Papstbesuches: „Was macht der eigentlich hier?“ Na ja, lassen wir das. Gehen wir gleich in medias res.

Nun ist er also nach München gekommen, Papst Benedikt der was weiß ich wievielte, von vielen auch einfach nur „der Weißwurst Papst“ genannt. Er kam in schusssicherer „bei Mercedes weggeworfen“, also BMW Limousine und ist dann ins Papamobil umgestiegen.

Jesus wäre so nicht erschienen. Der hatte auch kein Papamobil. Ich hätte den Papst – wie es Jesus auch tat - auf einem Esel einreiten lassen, und nicht in diesen Karnevals – Frauenkleidern, die jeden Travestiestar vor Neid erblassen lassen, sondern in Lumpen, wie sie Jesus auch trug. Die letzten, sagen wir mal fünfzig Meter, hätte ich den Papst ein großes Pappkreuz bis zum Altar schleppen lassen, um so den Leidensweg Christi zu symbolisieren. Dann hätte ich den Papst mit Plastiknägeln ans Kreuz genagelt bzw. gebunden. Warum denn nicht? Jesus hat’s da schwerer gehabt. Anstatt der beiden Schwerverbrecher in der Bibel hätte ich links und rechts vom Papst Angela Merkel und Edmund Stoiber ans Kreuz genagelt, natürlich nur symbolisch. Da können sie dann ihre Sünden gegen das deutsche Volk bereuen.

Nun zu den Kinderfickern. Bei denen hatte sich ja der vorherige Papst bereits entschuldigt, und zwar so:

Papst: Für Pädophile gibt es keinen Platz in der Kirche

Rom: In ungewohnt scharfem Ton hat der Papst die pädophilen Taten vieler katholischer Kleriker verurteilt.
Sein tiefstes Bedauern und seine Gebete gelten den Opfern dieser sündigen Täter.

Er versprach eine 'heiligere' Kirche, sagte aber auch, dass die katholische Priesterschaft vollkommen der Moralität und der Wahrheit verpflichtet sind.

Die ungeheuerlichen Taten seien aber ein nicht übersehbares Zeichen für die moralische Krise der Gesellschaft. Ende Zitat.

WIE B ITTE? Jetzt ist also die GESELLSCHAFT daran schuld, dass Priester so geil auf kleine Kinder sind? Aber okay, Entschuldigung akzeptiert, doch seitdem sind ja wieder Kinder von Kardinälen und anderen Herrschaften sexuell missbraucht worden. Dagegen war Priklopil noch ein Wohltäter für die kleine Natascha, der ich übrigens kein Wort von ihrer Lügengeschichte glaube. Aber dazu später in einer separaten Kolumne. Da wäre es nur angebracht gewesen, dass sich der jetzige Papst für folgende pädophile Misshandlungen in der Kurie entschuldigt. Aber da kommt nix.

Dann hätte ich nämlich gesagt, okay, hast Du gut gemacht, Burschi. Und wo wir schon bei Entschuldigungen sind, wie wäre es für eine Entschuldigung des Papstes für all die Greuel und Perversionen, welche im Auftrag der katholischen Kirche durch die Jahrhunderte hindurch an unschuldigen Menschen verübt wurden? Wussten Sie eigentlich, dass der jetzige Papst die damaligen Inquisitionen und Folterungen für gut befindet? Man lese und kotze:

Der Spiegel schreibt:

Im ARD-Magazin Kontraste (vom 03.03.2005) äußerte sich der damalige Kardinal Ratzinger - heute Papst Benedikt - zu seinem Titel „moderner Großinquisitor“. Und siehe da: Ratzinger hatte mit dem Begriff „Inquisitor“ überhaupt kein Problem - im Gegenteil!

Joseph Ratzinger, der ehemalige Nazi, sieht sich mit der Inquisition früherer Jahrhunderte in einer kontinuierlichen Linie! Der einzige Unterschied: Heute bediene man sich anderer Methoden. Und dann kam in der ARD die makabre „Krönung“: Ratzinger wertete die Folter-Verhöre der Inquisitoren des Mittelalters gar als „Fortschritt“ - schließlich hätten „Untersuchungen“ stattgefunden.
Ratzinger wörtlich: „Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuchen heut' das, was nach damaligen Methoden, zum Teil kritisierbar, gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne Inquisitio, das heißt, dass Untersuchungen statt finden mussten.“

Das ist ein Skandal! Denn diese „Untersuchungen“ waren mit grausamsten Folterungen verbunden und führten in sehr vielen Fällen zum Tod des Angeklagten! Nach Einschätzung des SPIEGEL war die Inquisition (lat. „Befragung“) Vorläufer von Gestapo, KGB und Stasi.

So, nun geht’s weiter. Ich frage den Weißwurscht Papst: Warum eigentlich wird ein Baby gezwungen, KATHOLIK zu werden, nämlich durch die Taufe? Jesus hat das nicht gewollt. Jesus hat gesagt: „Wer GLAUBET, der soll getauft werden!“ Es will mir doch keiner erzählen, dass ein gerade dem Uterus entschlüpftes und fast noch fötales Wesen sich bereits für unseren Weißwurstpast entscheidet oder für Jesus oder für die katholische Kirche? Die Antwort ist einfach: Durch diesen Taufschwindel will die Kirche sich so viele Mitglieder wie möglich sichern und soviel KIRCHENSTEUER wie möglich kassieren, jetzt, wo der Ablasshandelsschwindel ja offiziell nicht mehr erlaubt ist. Und schon sind wir bei der nächsten Unsitte, für die sich der Papst hätte entschuldigen müssen, nämlich für die hemmungslose Gier der katholischen Kirche nach Geld und Macht. Der Leser weiß ja jetzt, wie raffgierig unser Papst und seine gewiss nicht auf Jesu Wort aufgebaute Organisation sind und wie viele Weißwürste man für das Geld den hungrigen Kindern in Afrika schicken könnte. Weil diese Weißwürste aber nicht verschickt werden, sondern von sehr „kinderfreundlichen“ wohlgenährten Kardinälen gegessen werden, verhungern jeden Tag immer noch etwa 50.000 Kinder in der Welt. Das wäre mit den Weißwürsten nicht passiert. Amen.

Nun kommen wir im Zusammenhang mit der GIER der katholischen Kirche nach Macht und Geld zu einem anderen Thema, das vom Papst oder von den ihn interviewenden lahmarschigen und buchstäblich zu Kreuze kriechenden Kopfnickjournalisten überhaupt nicht angesprochen wurde, obwohl er doch bemängelt, dass man sozialen Fragen den Vorzug vor der Bibel gibt. Ich meine den ZINS. DER ZINS wird in der Bibel als ein übles Werk des Teufels beschrieben.

Was ist ein Christ und ein Katholik?
Ein Christ (oder Katholik) ist ein Mensch, derdie Gebote und die Lehre Christi erfüllt!

Zur Geldfrage kennen wir als Christen zunächst das Gebot: „leihet, ohne etwas dafür zu erwarten". Dazu kommen in den Büchern Moses an drei Stellen scharfe Zinsverbote, die in dieser oder jener Form in den Psalmen, den Propheten und im zweiten Brief an die Thessalonicher wiederholt werden.

Wenn wir nach dem Bericht der Apostelgeschichte (17, 11) leben würden: „Sie durchforschten täglich die Schriften“, so würden wir diese Vorschriften kennen. Doch ist es uns nicht leicht gemacht worden, indem sich mit dem Wort Wucher ein so genannter Bedeutungswandel vollzog.
Martin Rade schrieb in diesem Zusammenhang: „Der schlichte Bibelleser, der heute ohne Gewissensbisse seine Coupons abschneidet oder seine Hypothekenzinsen entgegennimmt, gleitet über die Bibelsprüche hinweg, in denen Luther die klare Bestätigung seines Zorns gegen alles Zinsnehmen fand. Was ihn vor Beunruhigung schützt, ist der veränderte Sprachgebrauch. Wo das einfache Zinsnehmen gemeint ist, steht in der Bibel von Wucher und wuchern zu lesen, - und so etwas tut doch kein Bibelleser.
Vier oder fünf Prozent, das ist doch kein Wucher. Aber wir müssen eben wegen des veränderten Sprachgebrauchs anders übersetzen.
In der Tat sind die Leiter der christlichen Kirche bis zur Reformation und die Reformatoren selbst immer Gegner des Zinsbezuges gewesen. Es ist uns völlig unbewusst geworden, wie fest die Haltung der damals noch ungetrennten Kirche und später auch der beiden großen Konfessionen in der Zinsfrage gewesen ist. Nur einige Andeutungen: mit einer Schärfe sondergleichen haben alle Kirchenväter den Zins verdammt. Der Vergleich des Zinsnehmers mit einem Kuppler stammt von Augustinus, ein zweiter Vergleich mit dem Wegelagerer von Gregor, Bischof von Nyssa, und Thomas von Aquino bezeichnete ausdrücklich „alles, was zur Leihsumme hinzukommt, als Sünde.“

Unter den berühmten „Laien“ seien von den Griechen Aristoteles, der das Geld als Tauschmittel und nicht als Mittel zur Erpressung von Zins betrachtet wissen wollte, erwähnt, und Dante, der in seiner Göttlichen Komödie die Zinsnehmer in die Hölle zu den Leuten aus Sodom und Gomorrha verbannte.

Das Konzil von Nicäa (325) und das zweite Lateran-Konzil (1139) verboten das Zinsnehmen und bestraften es mit dem Ausschluss aus der Kirche. Papst Alexander III. (1179) und Papst Clemens V. (1311) erklärten jede Gesetzgebung, die den Zins erlaube, für null und nichtig.

Bedeutsam waren wieder von kirchlicher Seite die Geldverrufungen, die der Erzbischof Wichmann von Magdeburg um 1140 einführte. Ganz allein gegen den Zins gerichtet war eine Verordnung des Papstes Bonifatius aus dem Jahre 1301. Er verfügte: „excommunicamus ... omnes illos, qui jacentem seu dormientem pecuniam penes se habent“. Deutsch: „Wir schließen aus der Kirche alle jene aus, die das Geld untätig oder schlafend bei sich liegen haben“. Hier zeigt sich wieder eine Einsicht, die Moses schon hatte, später auch Mohammed, und die erst heute ausgewertet worden ist.

Wie schon erwähnt, waren auch die Reformatoren ohne Ausnahme scharfe Zinsgegner. Man redet zwar Calvin nach, dass er den Zins nicht verboten habe. Aber er hat zu seiner Beseitigung mehr getan als die beiden anderen Reformatoren, indem er den Weg einschlug, der zu seiner Überwindung führte; jenen Weg, den dann John Wesley, einer der größten Wirtschafts- und Sozialreformer der Neuzeit weiter verfolgte. Luther nannte - mit Recht - den Zins „das größte Unglück der deutschen Nation, ein Anzeichen, dass die Welt mit schweren Sünden dem Teufel verkauft ist“.
Mit zinstragenden Stiftungen versuche der Teufel, „die Kirche und die Geistlichkeit zu gewinnen, und es wäre besser aus zehn Stiftungen eine göttliche gemacht, als viel behalten gegen Gottes Gebot.“

Zwingli erklärte: „Alle Zinsen sind ungöttlich“. Und: „Wer jetzt gelernt hat, dass Zins beziehen wider Gott ist, und es noch mehr macht, darf sich nicht für einen Christen ausgeben. Denn das göttliche Wort hören und ihm nicht gehorchen ist nichts anderes, als Gott verachten .... Was ist für ein Unterschied zwischen einem Türken, der von Gottes Gesetz nichts weiß und tut aber dawider und zwischen einem Christen, der’s weiß und tut dawider? Der, dass der Christ des gewiss, des Teufels wird. Sodom und Gomorrha und alle Unwissenden werden milder beurteilt werden am letzten Tage als die, die das Licht so hell vor sich sehen und wie die Kinder versuchen, blind zu wandeln ... , ihr sollt borgen und nichts dafür hoffen, das ist meine Meinung, die ich in dem unsauberen Geschäft des Zinsnehmens lehre.“

Zwinglis Worte decken sich zum Teil fast wörtlich mit denen von Luther, der den Vergleich mit den Leuten von Sodom und Gomorrha ebenfalls brauchte, nach dem er daran erinnert hatte, wie er schon „vor fünfzehn Jahren wider den Wucher geschrieben“, der sich seither immer weiter entwickelt habe und „sich lässt rühmen für eitel Tugend und Ehre, als tue er den Leuten große Liebe und christlichen Dienst“. Aber nun bitte er nochmals „um Gottes Willen alle Prediger und Pfarrherren wollten nicht schweigen noch ablassen, wider den Zins (Wucher) zu predigen, das Volk zu vermahnen und zu warnen. Können wir dem Wucher nicht wehren, dass wir doch etliche möchten durch unser Vermahnen aus solch Sodom und Gomorrha reißen“.
Das sind starke Worte, die Martin Luther hier gegen die „Stuhlräuber“, wie er die Zinsnehmer nennt, brauchte.
Im Jahre 1524 erschien seine grundlegende Schrift „Von Kaufshandlung und Wucher“, die eine der glänzendsten Arbeiten über Christentum und Wirtschaft ist und 1540 durch den Aufruf „An die Pfarrherrn, wider den Wucher zu predigen“ ergänzt und erweitert wurde. Aber er unterlag in seinem Kampfe.

Mit ihm unterlagen auch jene Jesuiten, die (sonst Gegner von Martin Luther und Ulrich Zwingli) in dieser Frage mit den Reformatoren einig waren. Sowohl der bekannte Georg Scherrer als auch die theologische Fakultät von Paris lehnten den Zins scharf ab. „Nein, nein, es stehet da weder 6 noch 5 %, weder 4 noch 3: nichts, nichts soll man hoffen“, hieß es in Georg Scherrers drei Predigten „Vom Geiz, Wucher und Reich Gottes“ 1605. Die Theologen von Paris antworteten 1658 auf eine Frage von Colbert: „Der Leihzins verstößt sowohl gegen das Naturrecht als auch gegen das göttliche Recht, was auch der König nicht abändern kann, unter welchem Vorwand es auch immer wäre“. Im Jahre 1745 trat unter dem Papst Benedikt XIV, einem Gegner der Jesuiten, ein Konzil zusammen, das als Ergebnis seiner eingehenden Beratungen einstimmig niederlegte: „Die Rechtsnatur des Darlehens fordert notwendig die Gleichheit von Gabe und Rückgabe ... Nie soll an einer Synode, in einer Predigt oder einer Christenlehre etwas an obigen Thesen Abweichendes vorgetragen werden“.

Von dieser Stellungnahme bis zu einer neuen Bestätigung verstrichen fast einhundertfünfzig Jahre, in denen sich die katholische Kirche in einer Art und Weise zurückzog, die unchristlich genannt werden könnte, bis Karl von Vogelsang (1818-1890) im Jahre 1884 die Schrift „Zins und Wucher“ herausgab, die den Kernsatz enthielt, der zur Gründung der christlich-sozialen Bewegung führte: „Der Zins hat die ganze Volkswirtschaft vergiftet, die soziale Moral so zerstört, dass nur noch bei einzelnen eine Erinnerung an sie geblieben ist. An dieser Sünde muss unsere Gesellschaft zugrunde gehen. Der Zins ist der Angelpunkt der ganzen sozialen Frage.“

Sieben Jahre später erschien 1891 die Enzyklika „Rerum novarum“ von Papst Leo XIII. Diese Arbeit bildete den Beginn einer neuen Bewegung gegen den Zins in der katholischen Kirche. Sie enthält zum ersten Male eine Schilderung dessen, wie es ohne Zins sein könnte. Unwillkürlich denkt der Bibelkundige an jene Stelle beim Propheten Ezechiel, wo er den Israeliten entgegentrat, die da meinten, ohne Zins gehe es nicht und es müsse so sein: „Und da sagt ihr, der Weg des Herrn ist nicht richtig!, so höret doch, ihr vom Hause Israel: mein Weg sollte nicht richtig sein? Sind nicht vielmehr eure Wege nicht richtig? Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und Unrecht tut, so muss er sterben wegen des Unrechts, das er tut. Und wenn der Gottlose sich bekehrt von der Gottlosigkeit, die er getan hat, und Recht und Gerechtigkeit übt, so wird er seine Seele am Leben erhalten.“

Ihre Fortsetzung erschien vierzig Jahre – „quadragesimo anno“ - nach der ersten „Arbeiter-Enzyklika“ von 1891 und brachte jenen Satz, der von neuem aufhorchen ließ: „Vor allem fällt aller Augen auf, dass sich in unserer Zeit nicht nur die Reichtümer, sondern eine ungeheure Macht und Diktaturgewalt bei nur wenigen anhäuft, die meistens nicht einmal Eigentümer, sondern bloß Verwahrer oder Verwalter anvertrauten Gutes sind und dieses nach ihrem Wink und Willen leiten. Am schärfsten wird diese Macht ausgeübt von jenen, die als Besitzer und Beherrscher des Geldes auch die Oberherrschaft besitzen über den Zinskredit und in der Geldleihe unumschränkte Gebieter sind. Infolgedessen verwalten sie gewissermaßen das Blut, durch das die ganze Wirtschaft lebt, und drehen und wenden gleichsam die Seele der Wirtschaft so mit ihren Händen, dass gegen ihren Willen niemand schnaufen kann.“

Mehrere Übereinstimmungen mit anderen Voraussagen fallen uns auf. Da heißt es in Gottfried Kellers „Fähnlein der sieben Aufrechten“ (1878): „Es wird eine Zeit kommen, wo sich in unserem Lande große Massen Geldes zusammenhängen, ohne auf tüchtige Weise erarbeitet oder erspart worden zu sein; dann wird es gelten, dem Teufel die Zähne zu zeigen, dann wird es sich zeigen, ob der Faden und die Farbe gut sind an unserem Fahnentuch!“
Ein anderer Zürcher - Dr. Albert Meyer, Bundesrat und Vorsteher des eidgenössischen Finanzdepartements - sagte 1937 vor dem schweizerischen Bankiertag in Montreux: „Der unbeschränkte Einfluss derer, die den Geldmarkt beherrschen, ist unbestreitbar einer der großen Machtfaktoren der Gegenwart."
In Deutschland bemühte sich fast fünfzig Jahre früher Friedrich Naumann um sein „Soziales Programm der evangelischen Kirche“ und kam zum Ergebnis:
“Wir zweifeln nicht daran, dass eine Zeit kommen wird, in der sich eine christliche Bewegung gegen den Zins erhebt.“ So der national-liberale Reichstagsabgeordnete und Verfasser der ersten Schrift über ein „geeintes Mitteleuropa“.
An der Berner Universität schrieb, ebenfalls zu Beginn der Neunzigerjahre, in seinem noch heute immer neu aufgelegten Buch „Glück“ der Staatsrechtslehrer Carl Hilty:
“Wie die Sachen heute in der Welt stehen, erscheint die Erwartung gerechtfertigt, dass eine soziale Revolution auch wieder die dermaligen Arbeitenden zur herrschenden Klasse machen werde, gerade so wie diejenige, zu Anfang des 19. Jahrhunderts den tätigen Bürger über den müßigen Adeligen und Geistlichen emporgehoben hat. Wo immer dieser Bürger seither ein Müßiggänger geworden ist, der, wie seine Vorgänger bloß noch von seinen Renten, also von der Arbeit anderer, leben will, wird er ebenfalls verschwinden müssen. Die Zukunft gehört und die Herrschaft gebührt zu allen Zeiten der Arbeit."

Auch Industrielle fingen an, sich um die Zinsfrage zu kümmern. Ernst Abbe, der Begründer der Zeisswerke in Jena, verbannte den Zins aus seinem Unternehmen und schrieb am Schluss längerer Überlegungen: „Die Ausschaltung des Zinswesens aus dem Wirtschaftssystem der Völker ist die Voraussetzung für eine haltbare, nicht auf völlige Desorganisation hinsteuernde Wirtschaftstätigkeit.“ Das war in den Achtzigerjahren. Vierzig Jahre später trat der erste große Autofabrikant, Henry Ford, mit den gleichen Ideen auf. „ohne Zins ginge es besser“.

In der Heiligen Schrift wird das Geld in ganz ruhiger und sachlicher Weise erwähnt, wo Warenaustausch Geld - Ware - Geld, also Warenhandel stattfindet; wie zum Beispiel gerade dort, wo vom Geld in der Bibel erstmals gesprochen wird: in der Erzählung vom Landerwerb Abrahams. Er will seiner Gattin Sara eine Grabstätte beschaffen und kauft sie vom Hetither Ephron. Wie ein Idyll mutet uns dieser Kauf an; Abraham muss dem Grundbesitzer das Geld für die Höhle Machpela geradezu aufdrängen: „400 Lot Silber nach dem im Handel üblichen Gewicht.“ Und so ging es immer, sobald Handel getrieben wurde. Kitzlig wurde der Handel bloß, wenn ein „Übersatz“ verlangt wurde. Dieses Wort kennen wir nur noch im Beiwort „übersetzt“. Wo eine Mangelware verkauft werden sollte, da wurde Übersatz verlangt - auch hier galt ein übersetzter Preis als Wucher. Gelegentlich heißt es „mit der Speise wuchern“. Das scheint also schon damals vorgekommen zu sein, und wurde auch schon damals nicht gerne gesehen. Aber neben dem Zins oder, wie Luther noch übersetzte, „Wucher“, spielte der Übersatz damals noch keine große Rolle: „Die Erde ist des Herrn“ galt damals noch: die Erde war noch nicht Privatbesitz, noch kein -Monopol-, sondern sie war „des Herrn“ und die Menschen waren „Gäste und Fremdlinge auf Erden“. Sie besaßen den Boden nicht zu eigen, sondern als Lehen des Herrn.

Aber sobald Moses merkte, dass einer für sein Geld Zins verlangte, und gar noch etwa bei einem „Volksgenossen“, da fuhr er mit seinen Zinsverboten dazwischen, und mit ihm die Psalmsänger und Propheten, und noch deutlicher, in Lukas 6, 35, Jesus selber, der hier ebenso wenig einen Unterschied machte wie später, als er seine ersten Jünger aussandte“.

Durch die ganze Bibel wie auch durch die Geschichte zieht sich neben der Anerkennung des Geldes als Tauschmittel auch etwas anderes hin:
Die ewige Warnung vor dem Götzen Mammon. Moses machte sie beim Auszug aus Ägypten besonders deutlich. Er hieß die Israeliten Gold und Silber mitnehmen, aber als sie das Goldene Kalb machten, da ergriff ihn ein Zorn, dass er mit den Leviten durch das Lager raste und 3000 aus seinem Volke erschlug.
Auch von dem sanftmütigen Christus wird berichtet, wie er vom Zorn ergriffen wurde, als er sah, wie aus dem Tempel eine „Mördergrube“ gemacht worden war: sie diente als Börse, würden wir heute sagen.

HAAAALLLOOO HERR PAAAPST!!! WARUM VERDAMMEN SIE DEN ZINS NICHT IN ALLER ÖFFENTLICHKEIT? HAAALOO!!!SCHÄMEN SOLLTEN’SE SICH, HEILIGER VATER!!!!

Eben darum schlage ich in meinem Buch DER RUB€L MUSS ROLLEN ein Zinsfreies Geldsystem vorschlage, welches viele Probleme in der Welt lösen würde.

Was nun, Herr Papst? Warum handeln Sie nicht, wie die Bibel es vorschreibt und VERDAMMEN den Zins? JETZT wäre die Gelegenheit dazu gewesen, jetzt, wo praktisch die ganze Welt zuhört und zusieht. Aber nein, Sie würden niemals diese Bibelbotschaft verbreiten, denn der ZINS, dieses Werk des Teufels, ist es genau das, was die Kirche so reich und die pädophilen Kardinäle so fett macht. BLOSS NICHT DEN ZINS KRITISIEREN! Hab verstanden, Herr Papst. Und trotzdem bleibt mir bei soviel scheinheiliger Verlogenheit fast die Weißwurscht im Halse stecken.

Darum schreibe ich dem Papst ins Gebetbuch: „Wenn Du das nächste Mal kommst, dann jammere nicht darüber, dass die katholische Kirche immer mehr Mitglieder verliert, sondern spreche lieber die WIRKLICHEN Probleme an.

Amen

Dein Christian Anders.

P.S.1

Die spuckende Nonne.

Neulich sprach mich eine Nonne an und sagte mir: „Christian, Du hast 2000 Frauen gehabt, ist es nicht an der Zeit, dass Du allen weltlichen Freuden entsagst und Dich JESUS zuwendest?“ Ich nickte zustimmend: „Mach ich Schwester, aber nur wenn DU AUCH allen Genüssen entsagst.“ Sie lächelte mitfühlend: „Das tu ich doch, Christian. Ich entsage allen weltlichen Genüssen und Freuden!“ Ich lächelte ebenso mitfühlend zurück: „Das schon, aber das tust Du doch nur, damit Du als Belohnung für Dein „Entsagen“ auf Erden noch GRÖSSEREN HIMMLISCHEN Genüssen frönen kannst, und zwar im Himmel, im Paradies!“ Sie lächelte milde und mitfühlend. „Ach Christian, die Freuden im Himmel sind denen auf Erden überlegen!“ Ich lächelte milde und mitfühlend zurück. „Davon rede ich doch die ganze Zeit, Schwester. Du bist geil auf Genüsse und Freuden, zwar nicht auf Erden, dafür aber im Himmel mit Jesus, dessen Braut Du ja bist. Ich hoffe, es wird keine Orgie.“ Spätestens jetzt erwartete ich eine Ohrfeige, aber nein, sie lächelte weiterhin milde und mitfühlend: „Ach Christian, komm zu Jesus.“ Ich lächelte milde zurück: „Ich bin vielleicht näher an Jesus als Du, Schwester, denn dich gelüstet es immer noch nach den Freuden der Sinne. Der große Buddha hingegen hat sogar die flüchtigen Freuden des Himmels als vergänglich überwunden und den Zustand FREI von allem Verlangen nach irgendwelchen Freuden erlangt. Du aber, Schwester, bist noch gefangen und geil. Es geilt und giert Dich sehr nach den Freuden des Himmels. Du und Deine Schwestern im Glauben, ihr habt noch lange nicht überwunden, ihr seid noch GEIL, GEIL seid ihr nach den Freuden und Genüssen eines angeblich ewigen Lebens im Himmel. Darum, Schwester, hast Du ÜBERHAUPT NOCH NICHT überwunden, egal wie sehr Du Dich verkleidest. DIE LUST brennt noch in Dir und in Deinen Lenden. ÜBEWINDE, Schwester, folge dem großen Buddha auf dem Weg der Entsagung.“ Jetzt war das Lächeln aus ihrem Gesicht gewichen. Keine mitfühlende Milde war mehr in ihrem Blick, nur noch Verachtung und Hass. Mit einem Gesicht aus Stein sah sie mich an: „Der Teufel hat dich fest im Griff; Christian.“ Dann spuckte sie aus und ging mit gesenktem Blick davon.

P.S. 2

Was kostet uns eigentlich der Weißwurscht – Papstbesuch, während 50.000 Kinder pro Tag verhungern??!! Man lese und kotze: ZWEIHUNDERT MILLIONEN EURO KOSTET ES, DEN EXNAZI BENEDIKT BEI UNS ZU HABEN!!! UND WER ZAHLT DAS??? NA, WIR NATÜRLICH, DIE STEUERDEPPEN!!! Augenblick, muss mich etwas beruhigen. So, jetzt geht’s weiter:

P.S. 2

Liebe Freunde, ich bitte euch, seht mir meine manchmal etwas übertriebene Art der Kritik nach. Aber wenn man „normal“ spricht und schreibt, hört ja schon fast keiner mehr zu. Darum hier noch einmal ganz im Ernst und dem Papst ins Ohr geflüstert. „Lies DIE WAHREBEDEUTUNG DER BIBEL. Dieses Buch vereint alle Religionen in der Welt. DENN: Es kann keinen Frieden unter den Nationen geben, solange es noch keinen Frieden unter den Religionen gibt.“

Wann es die Wahre Bedeutung der Bibel gibt? Bald. Sie weist auf das Buch der Bücher hin, nämlich DAS BUCH DES LICHTS, dessen erster Band bereits veröffentlicht ist. So steht es geschrieben, so soll es geschehen.

Und noch etwas, liebe Leute: Ein Gott, der verlangt, dass man ihn anbetet, muss ein ernsthaftes Ego Problem haben. Denkt mal DARÜBER nach, und ob es vielleicht nicht doch so ist, dass ein solcher Gott nur in der verstörten Phantasie von vielen Menschen existiert, um so ihrer bei den meisten stark entwickelten Untertanennatur folgen zu können.

Euer manchmal sehr einsamer Rufer in der Wüste…

P.S. 3

Jetzt mal ganz ehrlich, wie ein Schachterlteufelchen sieht der neue Papst schon ein bisschen aus, oder? No fun intended.

Und ins Fettnäpchen ist er auch noch getreten, der alte Mann. Hat sich doch tatsächlich mit den Muslims angelegt. Daran kann man nur die ganze Lächerlichkeit der heutigen Religionssituation sehen. Auch der Papst hat da nix dazugelernt. Was wir brauchen ist DIE VEREINIGUNG aller Religionen auf Erden, nämlich DAS BUCH DES LICHTS, und - als wichtige Stütze DIE WAHRE BIBEL (Die wahre Bedeutung der Bibel). Würden unsere muslimischen Freunde die Bibel nicht WÖRTLICH nehmen, sondern die geheime Botschaft hinter den SYMBOLISCHEN Worten verstehen, dann könnte man mein größtes Projekt verwirklichen, nämlich DIE WELTKIRCHE, in der ALLE Religionen vereint und friedlich sich treffen und verständigen. Doch davon mehr ein ander Mal.

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