Der Dosenpfand-Unsinn
Nach der seit Januar rechtskräftigen Regelung ist ein Pfand von 25 Cent fällig für Bier, Mineralwasser und Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure, wenn die Verpackung aus Metall, Kunststoff oder Einweg-Glas besteht. Die Verwirrung ist perfekt. Wenn Herr Trettin weniger Privatflugzeuge auf Steuerzahlerkosten chartern würde und dafür mehr Logistik Kurse belegen würde (die gibt's in der Volkshochschule schon kostenlos), dann wäre uns der Dosenpfand-Unsinn erspart geblieben.
Ich sage voraus: Das Dosenpfand kostet Arbeitsplätze. Zum Beweis nur ein Beispiel von vielen: Die Einführung des Pflichtpfands hat beim Frechener Großhändler Lekkerland-Tobaccoland (L-T) zu einem massiven Umsatzeinbruch geführt. Dies wird auch zu einem Stellenabbau führen. Ich zitiere L-T Sprecherin Inga Koenen: "Der Umsatz bei Dosen und Einwegflaschen ist seit Anfang Januar um 30% oder 6 Mill. Euro GESUNKEN. L-T ist von der Einführung des Pflichtpfandes stark betroffen, da gerade bei den Hauptkunden des Großhändlers, Tankstellenshops und Kioske, die Umsätze wegbrechen. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass der Großhändler bis zu 500 seiner Stellen streichen wird."
HOLSTEN, die größte deutsche Braugruppe, hat in dieser Woche wegen des Dosenpfandgesetzes bei über 600 Mitarbeitern Kurzarbeit eingeführt. Bei anderen Braugruppen drohen ähnlich Schritte. Der Absatz von Dosenbier ist nach Schätzung von Experten um 40% gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Viele Kunden lassen die Getränke in Einwegverpackungen stehen, weil ihnen das Sammeln der Behälter zu umständlich ist oder sie sich bis zum Ende des Jahres noch mit Dosen eingedeckt haben. Zwar hat Mehrweg um 10% zugelegt, doch werden die Umsatzeinbrüche nicht durch die Mehrweggetränke aufgefangen.
Ich sage des Weitern voraus:
Bis Ende 2004 wird das Dosenpfandgesetz über 2 Milliarden Euro VERLUST verursachen sowie über 10.000 Arbeitsplätze kosten. Den ökologischen Nutzen der Dosenpfandaktion (wie bisher geplant) schätze ich gering ein. Die Einsparung von klimaschädlichen Stoffen und von Energie beträgt meiner Meinung nach höchstens 0,01% .
Das Problem ist: Unsere Flaschen-Gesetze wurden von Flaschen gemacht.
WAS IST NUN ZU TUN?
Ganz einfach. Ich schlage vor: Stellt Dosen- und Flaschenannahme Automaten auf. Oben einwerfen, unten kommt Geld raus: 25 Cent pro Flasche und Dose (wobei man ja über die Höhe des Pfandes diskutieren kann).
Vorschlag von Ronald Straube (ehemalige DDR): "Macht es wie damals in der DDR. Errichtet Dosen-Flaschen-Altpatier etc. Annahmestellen. Dort kann man alles entsorgen und bekommt sein Geld dafür."
So einfach ist das. Aber die Herren Politiker und Bürokraten haben´s ja gerne kompliziert, um dem braven Steuerdeppen zu zeigen, wer in Wirklichkeit das Sagen hat..........
Und doch: Selbst meine hier vorgeschlagene Problemlösung wird auf weite Sicht versagen, wenn man nicht noch zusätzlich die von mir vorgeschlagene WÄHRUNGSÄNDERUNG einführt (Weg mit den Zinsen, Geld muss umlaufgesichert werden). Lesen Sie mein Buch DER RUB€L MUSS ROLLEN, dann wissen Sie was ich meine.
LANOO (Christian Anders)
Der einsame Rufer in der Wüste.
HÖRT MICH DENN KEINER???!!!
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