Christian Anders wollte sich am 19. Mai vor tausenden
von Leuten die Kehle durchschneiden, um so gegen das betäubungslose
Schächten von Tieren zu protestieren!
Er setzte sich ein Messer an die Kehle um zu symbolisieren,
wie ein Tier beim Schächen leidet. Getreu dem Motto: Was du
nicht willst, dass man dir antut, das füge auch keinem anderen
zu.
Es wurden dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
273.032 Unterschriften übergeben mit dem Auftrag, dem Wunsch
der Bevölkerung auf Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz
durch folgende Grundgesetzänderung zu entsprechen:
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1.
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Tiere werden als Mitgeschöpfe geachtet.
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2.
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Tiere werden vor nicht artgerechter Haltung, vermeidbaren
Leiden, übermäßigen Transporten und in ihren
Lebensräumen geschützt.
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3.
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Das betäubungslose Schächten von Tieren ist untersagt.
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Tierschutz ins Grundgesetz!
Für mehr Info über die Grausamkeit und Perversion des
betäubungslosen Schächtens klicken Sie bitte hier:
http://www.vgt.ch/vn/0002/schaechten.htm
http://www.vgt.ch/vn/0101/schaechtprozess.htm
Christian Anders schreibt zum Thema Schächten
"Der jüdische Schachtritus ist in den mosaischen Gesetzbüchern
nicht begründet. Das im Pentateuch wie in der Bibel erwähnte
"schachat" und "sabach" bedeutet nichts weiter
als "Schlachten", ohne dass damit die Art der Tötung
näher angegeben ist. Auf die Bibel kann daher der Schlachtritus
des Schächtens nicht gestützt werden. Auch in der
angeblich mündlichen Lehre, welche Gott dem Moses neben der
schriftlichen gegeben haben soll, ist das Schächten nicht als
Vorschrift erwähnt, so sehr auch mancher Rabbi dies behaupten
oder es sich wünschen mag.
Warum nun schächtet bzw. schächtete man überhaupt?
Weil die jüdische Religion vorschreibt das Tier auf die mildeste
Art zu töten. Dies geschah damals durch schnelles Durchschneiden
der Gurgel des zu schlachtenden Tieres mit einem scharfen Messer.
Heute jedoch gibt es mildere Methoden das Tier zu
töten, z. B. durch vorherige Betäubung, durch Schlacht-
oder Schussmaske, Bolzenschuss etc. Darum verlangt das jüdische
Gesetz geradezu nach einer solchen Tötungsart, eben weil sie
heute die mildeste bzw. mildere Art des Tötens von Schlachttieren
ist. Es ist deshalb also geradezu und vor allem eine religiöse
Pflicht, den archaischen betäubungslosen Schlachtritus
(das Schächten) durch die neuerfundene humanere Methode zu
ersetzen, indem man das Tier zuerst betäubt (durch Schlacht-
oder Schussmaske) und dann tötet. Es gilt hier der juristische
Grundsatz: Cessante legis ratione, cessat legis dispsito (Nachdem
der Grund eines Gesetzes gewichen ist, hört die betreffende
gesetzliche Bestimmung von selbst auf). Dies gilt natürlich
auch von den jüdischen Religionsgesetzen.
Wie steht es nun mit dem Koran? Verbietet der Koran das Schlachten
mit vorhergehender Betäubung? Zwar räumt das sogenannte
Schächturteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 15. Januar
2002 den in Deutschland lebenden Muslimen das Schächten nach
islamischen Vorschriften unter bestimmten Bedingungen ein, doch
wird dies nirgendwo im Koran verlangt oder vorgeschrieben. Das Schächten
bzw. betäubungslose Schlachten von Tieren ist also auch im
Islam nicht religiös begründet.
Die oft zitierte Koransure 5, Vers 3 wird oft als Argument für
das Schächten begründet, doch sagt dies der Text überhaupt
nicht aus, sondern sollte die Menschen damals nur davor schützen,
verdorbenes Fleisch zu essen.
Zusammenfassend kann gesagt werden - und viele Muslime und jüdische
Gelehrten sind sich darüber einig: Das Schächten ist in
unserer heutigen Zeit eine völlig unnötige perfide Tierquälerei
und kann weder bei Juden durch den Talmud oder die Bibel noch bei
Muslims durch den Koran religiös begründet werden, da
weder die Bibel, der Talmud noch der Koran eine solche Tötungsart
vorschreiben."
Ein Wort der Verlegerin
Ist Christian Anders wieder einmal nur der, der
spinnt?
Und was ist mit denen, die das Schächten von Tieren, vorsätzliches
Quälen und Misshandeln also, praktizieren und zu verantworten
haben, liebe Leser? Haben Sie die Bilder auf den genannten Webseiten
gesehen? Braucht der Mensch das? Muss er das haben? Wer gibt ihm
das Recht, das Tier, das ihm ausgeliefert ist, zu seinem Zwecke
zu quälen? Um es mit aller Deutlichkeit zu sagen: Der Mensch
wird auch vom Fleisch eines Tieres satt, das auf humanere Weise
getötet wird. Was ist zu halten von einer Religion, die Grausamkeit
und Brutalität gegenüber einem Lebewesen verlangt?
Und verlangt sie das überhaupt? Das ist doch das Problem, liebe
Leser. Um wieder auf Christian Anders zurückzukommen: Tiefe
humanistische Überzeugung und religiöse Erkenntnis lassen
ihn diese Praktiken verabscheuen. Er sagte mir am Telefon: "Es
gibt keine religiöse Schrift auf der ganzen Welt, die verlangt,
dass ein Tier auf derart bestialische Art getötet werden muss".
Also: Den Hintergrund zu beleuchten, religiöse Sitten und Gebräuche
anzuzweifeln, hieße womöglich, ins politische Fettnäpfchen
zu treten. Das ist es doch einfacher, den Kritiker als "Spinner"
hinzustellen.
Viele stört die rigorose Äußerung von Christian
Anders und seine Drohung: "Ich werde mir die Kehle durchschneiden..."
Gewiss, es ist sehr, sehr ungewöhnlich. Und unüblich eben.
Aber Christian Anders war noch nie ein Mensch der Kompromisse. Und
er weiß: Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche
Maßnahmen. Der Zweck heiligt die Mittel. Mal ehrlich, liebe
Leser, hätten sie viel gegeben auf eine Schlagzeile wie "Christian
Anders kritisiert..." oder "Christian Anders ruft auf...."?
Neigen wir nicht alle (Verfasser eingeschlossen) etwas dazu, Unangenehmes
wegzuschieben bzw. die Augen vor Dingen zu verschließen,
die wir vermeintlich nicht ändern können?
Vielleicht haben wir diesen Schock gebraucht?
Ihre Elke Straube
Markus Leipold aus Groß-Gerauper e-Mail
Das Abschlachten der Tiere ist ein Skandal. Die Täter müssten
auch mal so leiden wie die armen Tiere. Aber Christian Anders wagt
den Schritt nach vorne um dagegen etwas zu unternehmen. Mit einer
großen Unterschriftensammlung ging es ans Werk. Und eine Kundgebung
auf dem Alexanderplatz in Berlin. Christian Anders tut wenigstens
was dagegen, wo andere nur wegsehen. Nicht einmal die Zeitungen
berichten über das Schächten der Tiere. Ich stehe hinter
Christian Anders und seiner Verlegerin Elke Straube.
MarkusLeipold
(www.safarilandgg.de)
Weitere Informationen auch unter www.smago.de
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