Christian Anders am 26.September 2004 im Saurierpark Kleinwelka

Exklusivinterview mit Christian Anders: „Affe stammt aus Verbindung Mensch und Tier”

Samstag, 18.September 2004
Nr. 38 / 15. Jahrgang

Von Katrin Noatsch

Lanoo: Schulbücher müssen umgeschrieben werden!

Bautzen / Kleinwelka: Der Autor und Musiker Christian Anders wird am Sonntag, 26. September, um 11:00 Uhr sein Buch „Darwin irrt!“ im Saurierpark Kleinwelka präsentieren. OLK-Redakteurin Katrin Noatsch sprach mit dem Autor über seine ungewöhnliche Theorie und ihre Folgen.

„Darwin irrt!“ heißt der ziemlich provokante Titel Ihres Buches. Erklären Sie unseren Lesern bitte kurz, worum es darin geht.

Christian Anders: In einem Satz zusammengefasst: Darwin sagt: Der Mensch stammt vom Affen ab. Ich sage: Der Affe stammt vom Menschen ab.

Wie sind Sie zu dieser Erkenntnis gelangt?

Christian Anders: Nun, ich habe recherchiert und festgestellt, dass die muskuläre und skelettale Struktur des Menschen bereits im Embryo so angelegt ist, dass er immer aufrecht ging. Der Mensch ging nie krumm. Und zweitens, ist es nicht möglich – schon nach Darwinscher Berechnung und Theorie – dass sich der Mensch vom Affen zum Menschen entwickelt haben kann. Dazu hätte man eine fünf- oder sechsmal längere Zeit gebraucht.

Wie lange haben Sie sich mit Darwins Abstammungslehre und der wissenschaftlichen Literatur zu dem Thema auseinender gesetzt?

Christian Anders: Nun, ich bin Blavatsky-Schüler. Blavatsky ist eine russische Theosophin, die im 19. Jahrhundert lebte. Sie hat als Erste gesagt, dass das Atom spaltbar ist und dass der Affe ein Produkt von Sex zwischen Mensch und Tier ist. Nach dieser Theorie wurde der Affe vor etwa neun Millionen Jahren erzeugt, als der Mensch Geschlechtsverkehr mit Tieren hatte. Damals entstand der Urahn des Affen von heute. Und darum müssen alle Schulbücher, soweit es die Herkunft des Menschen betrifft, umgeschrieben werden.

Welche Reaktionen gab es auf das Buch, hat jemand schon begonnen, die Schulbücher umzuschreiben?

Christian Anders: Das ist dann doch ein bisschen kurzfristig, aber ein Steinmetz, ein Künstler, hat sich gemeldet. Er möchte auf neun Meter Größe diesen Akt der Zeugung in Stein formen. Daneben soll das Kind von Mensch und Tier, eben der Affe, zu sehen sein. Eine Miniatur dieser Skulptur werde ich mitbringen. Ich nenne sie der Stein des Anstoßes.

Gab es auch Ablehnung gegenüber Ihrer Theorie?

Christian Anders: Ja, die gab es, und zwar beim Lesetheater auf der Buchmesse Leipzig. Dort habe ich unter anderem vor Studenten der Anthropologie und Archäologie aus meinem Buch „Darwin irrt!“ vorgelesen. Die haben es natürlich mit Gelächter quittiert. Aber je länger der Abend wurde, um so stiller wurden die Herrschaften. Ganz am Schluss hat mich eine Studentin der Biologie gefragt: „Wenn das Resultat zwischen Mensch und Tier der Affe ist, warum funktioniert das heute nicht mehr?“ Eine berechtigte Frage, oder?

Was haben Sie darauf geantwortet?

Christian Anders: das ist ganz einfach. Damals waren in der Evolution Mensch und Tier viel näher beieinander. Sie haben sich so weit voneinander entfernt, dass heute eine derartige Verbindung meistens unfruchtbar ist.

Zurück zum kommenden Wochenende: Für die Autogrammstunde haben Sie sich den Saurierpark Kleinwelka ausgesucht. Warum?

Christian Anders: Das war meine Verlegerin Elke Straube, der ich an dieser Stelle noch einmal danken möchte, dass sie den Mut besitzt, derart revolutionäre und spektakuläre Theorien zu veröffentlichen. Sie hat Kontakt mit dem Saurierpark aufgenommen. Ich bin auf jeden Fall stolz und glücklich. Das ist eine ganz wunderbare Sache. In meinem Buch sage ich auch, Mensch und Dinosaurier waren koexistent.

Waren Sie schon einmal im Saurierpark?

Christian Anders: Nein, noch nie. Aber es sah im Internet sehr interessant aus.

Werden Sie am Sonntag auch aus dem Buch „Darwin irrt!“ vorlesen?

Christian Anders: Absolut. Ich werde einige Passagen, die etwas provokant sind, vorlesen. Darunter auch diese, wo der Akt beschrieben wird, der vor neun Millionen Jahren den Affen hervorbrachte.

Was möchten Sie mit Ihren – für manchen recht unbequemen – Büchern bezwecken? Aufklären, provozieren oder zum nachdenken anregen?

Christian Anders: Ich schreibe alle meine Bücher zunächst einmal für mich selbst. Wenn ich das Buch zu Ende geschrieben habe, weiß ich schließlich, wie es funktioniert, vorher nicht. Und wenn sich dann auch noch zwei, drei oder vier Leute finden, die meiner Meinung sind, dann bin ich glücklich darüber. Ich weiß, dass das, was in meinen Büchern steht, stimmt. Meine Lehrerin hat aber auch gesagt: ,Du bist deiner Zeit, lieber Lanoo, wie immer weit voraus und musst dich damit abfinden, dass es nicht viele gibt, die deine Meinung teilen. Die meisten werden drüber lachen, aber die, die deine Bücher lesen, werden sie verstehen. Du bist eben ein Vorreiter. In vielen hundert Jahren wird das Allgemeinwissen sein und wir werden auf unsere heutige Technologie zurückblicken wie wir heute auf die Steinzeit.’

Sie tragen als Autor den Namen Lanoo, was bedeutet er?

Christian Anders: Das heißt Schüler der esoterischen Wissenschaften. Dabei muss man Esoterik und esoterische Wissenschaften ganz genau trennen. Mit dem Unsinn – Handlesen und Zukunft voraussagen – der heute in Deutschland als Esoterik verkauft wird, habe ich nichts zu tun. Meine Sachen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und ich bin gern bereit, mich mit jedem Wissenschaftler auseinander zu setzen.

Mit welchem Thema beschäftigen Sie sich zur Zeit?

Christian Anders: Ich plane allen Ernstes eine Währungspartei zu gründen, eine ZUG-Partei – Zinsfreies Umlaufgesichertes Geld. Ich sage damit: Wir müssen uns zunächst die Schulden selbst erlassen, wie wir es bei anderen Nationen und Völkern mit Vorliebe tun. Und dann müssen wir mit einem neuen Geldsystem völlig neu anfangen. Weg mit dem Zins, das Geld muss so im Wert abnehmen und wird in den Umlauf gezwungen. Wenn wir das nicht tun, dann wird die Vorhersage von unserem Herrn Köhler eintreffen, der sagt, wir müssen uns auf die bestehenden Lebensverhältnisse einstellen.

Vielen Menschen sind Sie als Musiker, Texter und Sänger bekannt. Werden wir Sie auch wieder auf der Bühne erleben können?

Christian Anders: Ich bin nun aus Amerika zurückgekommen und fang wieder mit Auftritten an. Mit Freude habe ich festgestellt, dass auch die junge Generation sich noch für meine Lieder interessiert. Ich werde auch einige esoterische Konzerte mit Sitar geben. Die Krönung der ganzen Sache wird mein Musical „Die Mauer“ sein. Eine Polit-Love-Story zwischen Ost und West, als die Mauer noch stand. Da bin ich schon mit lieben Menschen zusammen., dieses gigantische Projekt vorzubereiten.

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