Seelenatem - Meditation
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Lieber Leser,
der Sinn dieses Buches ist es, dass Du Ruhe, Stärke und
Ausgeglichenheit findest in dieser verrückten Welt. In der
Seelenatem-Meditation wirst Du wieder die Mitte. Von diesem Zentrum der
Ruhe wirst Du wieder in der Lage sein, den Anforderungen des täglichen
Lebens besser gerecht zu werden. Es mag auch sein, dass sich Dir völlig
neue Wege und Ziele öffnen, von denen Du bisher nicht einmal zu
träumen wagtest...
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Fast täglich erreichen LANOO (Christian Anders) Leserbriefe zu seinen
Büchern: Reaktionen, Meinungen, Fragen oder die Bitte, auf das eine
oder andere detaillierter einzugehen, weshalb sich LANOO zu dem kleinen
Büchlein "SEELENATEM-MEDITATION" entschloss. Es soll Rat und
Hilfe sein für alle, egal, ob sie Erfahrungen haben mit Meditation oder
einen zaghaften Anfang wagen wollen. Der folgende Auszug soll stellvertretend
für viele Briefe stehen, die immer wieder die gleichen Fragen berühren
und die LANOO nun mit seinem Buch beantwortet.
"... habe ich angefangen, regelmäßig Seelenatem-Meditation
zu machen. Es ist schon eigenartig. Was du sagst, tritt ein: Hunderte
von Gedanken stürzten zu Anfang auf mich ein. Ich habe sie weder verdrängt
noch weiterverfolgt. Sie werden weniger, aber weg sind sie noch nicht.
Weiter bin ich noch nicht gekommen. Es fällt mir schwer, nichts zu hören.
Ich höre (im Sinne von Wahrnehmen) jedes Geräusch, sei es das Klappern
des Fensters oder ein vorbeifahrendes Auto. Habe ich vorher dein Video
angesehen, geht es besser. Ich bin aber über folgendes im Zweifel: Hat
es für mich überhaupt Sinn? In deinem Buch NIRVANA-Sinn DES LEBENS sagst
du, der Genussmensch (und das bin ich wahrscheinlich doch zu sehr) kann
während der Meditation den körperlosen Zustand nicht erfahren, denn
die Lust am Genuss schiebt sich störend zwischen ihn und seine Meditation.
In deinem Video klingt es so, als ob du dem "Genussmenschen"
doch eine Chance lässt, wenn du sagst: Zumindest in der Seelenatem-Meditation
sollte man den Zustand der Verlangenslosigkeit erreichen. Und empfiehlst
du die Meditation auch für den, der trotzdem noch "sehr in der
Welt" bleiben möchte? Habe ich das richtig verstanden? Du sagst,
auch deren weltliche Betätigung wird einen größeren Sinn bekommen. Das
interessiert mich deshalb so, weil ich eins bemerkt habe: Du sagst,
in der Meditation findet man in sein "Zentrum" zurück. Die
Gedanken haben Pause. UND DIESEN ZUSTAND HABE ICH ERFAHREN UND ALS WOHLTUEND
EMPFUNDEN. Ich weiß nicht, ob ich dir das überhaupt schreiben sollte
(du findest das vielleicht völlig unmöglich), aber ich schlafe nach
der Meditation problemlos ein. Früher habe ich über längere Zeit etwas
eingenommen, um diese Gedankenkarussell abzustellen.Das brauche ich
jetzt nicht mehr. Aber ist das Sinn und Zweck der Meditation? Einzuschlafen?
Ich weiß nicht. Ich habe so viele Fragen und ich hoffe, du wirst Zeit
für eine Antwort finden.
Deine Leserin Elke Gabriele Wawersinek"
Das Video, von dem die Leserin spricht, ist das Video
"Seelenatem-Meditation" und ist im Handel erhältlich.
LANOO (Christian Anders):
Obwohl die Seelenatem - Meditation buddhistischen Ursprungs ist, kann sie
natürlich von ALLEN Menschen praktiziert werden und ist für alle von großem
Segen.
LANOO (Christian Anders): Wahre Unsterblichkeit
Was geboren wird, muss sterben, nur das Ungeborene, zeitlos ewig
existierende, das kann nicht sterben. Dies ist die Wesenheit, der Kern des
Menschen und allen Lebens. Von dieser Unsterblichkeit kündet dieses Buch. Wer
sich bereits in der Meditation vom Vergänglichen und Sterblichen löst, der
verbleibt - FREI von allem Vergänglichen und Sterblichen - und ist damit
UNSTERBLICH.
Wahre Unsterblichkeit ist Existenz JENSEITS von Zeit und Raum, frei von
allem Sterb- lichen, also frei von Körper, Gefühl, Denken, Seele und Geist.
Was verbleibt? DU, frei von alledem.
Möge Deine Meditation von Erfolg gekrönt sein. OM.
Inhaltsverzeichniss
SEELENATEM-MEDITATION
ANGST BEI DER MEDITATION
DIE ERLANGUNG VON WEISHEIT DURCH NICHTDENKEN WÄHREND DER
SEELENATEM-MEDITATION
GEDANKENSTRUKTUR WÄHREND DER SEELENATEM-MEDITATION
DER NIRVANISCHE LOSLÖSUNGSPROZESS IN DER SEELENATEM-MEDITATION
DIE NEUN STUFEN ZUR ERLEUCHTUNG
DIE ERSTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE ZWEITE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE DRITTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE VIERTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE FÜNFTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE SECHSTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE SIEBENTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE ACHTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
DIE NEUNTE BESCHAULICHE SCHAUUNG
SECHS ARTEN VON MENSCHEN
DER BEREICH DER WEDER-WAHRNEHMUNG-NOCH-NICHTWAHRNEHMUNG
KOMMENTAR ZUR STUFE ACHT ODER WIE DER BUDDHA SEINEN EIGENEN GURU ÜBERTRAF
NIRVANAPURAM - DIE STÄTTE DES ERLÖSCHENS
DIE SELIGKEIT DES NICHTWOLLENS
ZEIT UND DAS NICHTS
WER BIN ICH?
DER WEG ZU DIR
DAS MENSCHLICHE AUGE UND DER GEIST
MEDITIERE UND STUDIERE REGELMÄSSIG
MEDITATION UND FARBEN
WICHTIG
WISSENTLICH WUNSCHLOS
DIE UNSTERBLICHKEIT DES VERGÄNGLICHEN
WAHRES GLÜCK
ANHANG
LANOO (Christian Anders): Seelenatem - Meditation
Setze oder lege dich hin. Wähle eine Stellung, die für dich bequem ist,
schließe die Augen und beobachte. Beobachte alles, was geschieht. Beobachte
den Atem zum Beispiel. Wie er dich ein- und ausatmet. Wie ES dich ein- und
ausatmet. Es atmet von selber. Du musst gar nichts dazu tun. Beobachte nur die
Atembewegung: ein-aus-ein-aus usw., Gedanken werden kommen, Gefühle,
Erinnerungen. Beobachte auch sie. Egal, ob es positive oder negative Gedanken,
Gefühle und Erinnerungen sind. Beobachte sie nur. Sie kommen und sie gehen.
Verdränge sie nicht, gib dich nicht mit ihnen ab, beobachte sie nur. Sei ganz
passiv, neutral. Wie ein Spiegel. Reflektiere alles, was geschieht. Am Anfang
mag dies sehr schwer sein. Je mehr du beobachtest, umso mehr störende
Einflüsse werden vielleicht erscheinen. Macht nichts. Beobachte sie nur. Mit
wiederholter Meditation werden diese störenden Einflüsse immer weniger. Sie
kommen und gehen, kommen und gehen. Du beobachtest sie nur. Immer schwächer
werden sie, immer weniger, bis sie irgendwann einmal GANZ verschwinden. Dann
bist nur noch DU da, frei von Gedanken, Gefühlen und von allen sonst
störenden Einflüssen. Und immer noch bist du da. Das Auge im Sturm.
Beobachte nur. Es ist nicht mehr zu tun. Das ist schon alles. Nur beobachten.
Wahrnehmen. Was immer gesehen, gehört, gerochen, gedacht, gefühlt wird, all
dies einfach wahrnehmen. Irgendwann wird dies alles verschwinden und DU bist
immer noch da. FREI von alledem. Es ist dies jedoch wie gesagt ein
stufenweiser Prozess der Loslösung, bis DU verbleibst, frei davon. OM. Stell
dir nichts vor. Keine Mantra, keine Visualisierung. Kein "Der rechte Arm
wird schwer" oder "Der linke Fuß wird schwer" etc. Keine
transzendentale Meditation, keine New Age Technik, die ja doch nur die
Loslösung verhindert. Kein Licht, das du dir vorstellst und mit dem du
"eins wirst". Wenn du willst, stell dir zu Beginn einer jeden
Meditation vor, dass du zur Oberfläche eines stillen Sees wirst oder
schmilzt, du wirst zu einem stillen, wellenlosen See, in dem sich das
Mondlicht spiegelt. Verweile für ein, zwei Minuten bei dieser Vorstellung,
doch dann lasse sie los und beobachte nur. Je weniger du tust umso besser. Geh
aus dem Weg. Lass die Gedanken, Gefühle und Visionen etc., etc. machen, was
sie wollen. Gib ihnen keine neue Nahrung, und falls sie dich forttragen
sollten, beobachte weiter den Atem. Alles, was du wollen sollst, ist NICHTS
während der Meditation. Tu nichts. Damit haben ja die meisten Leute immer
noch die größten Schwierigkeiten. Wie denn? Nichts tun? Gar nichts? Das
können sie sich gar nicht vorstellen, das können sie nicht verstehen. Das
sind sie nicht gewohnt. Man muss doch etwas tun für die Erleuchtung. Richtig!
Man muss NICHTS tun. Versuch es doch nur mal für eine halbe Stunde.
Ist gar nicht so einfach. Nur dasitzen oder daliegen, Augen zu, beobachten und
NICHTS tun. Die meisten springen bereits nach fünf Minuten wieder auf und
müssen etwas tun, denken oder fühlen. Es hält sie nicht am Platze. Doch
Seelenatem- Meditation funktioniert nicht so. Seelenatem-Meditation ist:
Sitzen oder liegen. Augen zu und beobachten. Das ist schon alles. Der Atem ist
ein gutes Beobachtungsobjekt. Es atmet ein, es atmet aus. Nach einer Weile
wird der Atem immer flacher. Die Pause zwischen aus- und einatmen wird immer
größer. Keine Angst, dass der Atem irgendwie vergessen sollte, wieder
einzuatmen. Lass es geschehen. Forciere nichts, vor allem nicht die Pause
zwischen aus- und einatmen. Beobachte sie nur. Es ist die sogenannte
"göttliche Pause". Die höchsten Offenbarungen und Erleuchtungen
werden dir zuteil während einer solchen "göttlichen Pause". Mir
fortgeschrittener Meditation mögen "die Schauungen" *1 kommen.
Schenke auch ihnen keine Bedeutung, egal, was oder wer vor dir erscheinen mag,
und sei es der höchste Engel. Erst musst du Meister auf allen
Bewusstseinsebenen werden. Dies kann nur geschehen durch tägliche
Seelenatem-Meditation. Je mehr du beobachtest, je mehr du loslässt, je mehr
du NICHTS tust (aber das konsequent), umso mehr wirst du sehen, erfahren, umso
größer ist die Erleuchtung. Es kommt buchstäblich von selbst. Du musst es
nur geschehen lassen. Genau das können die meisten nicht. Sie müssen sich
immer einmischen, müssen sich selbst im Weg stehen, dazwischenfunken, müssen
immer ihren Senf dazugeben. Du aber sollst dies nicht tun. Beobachte nur. Wenn
du schweigst, spricht Gott oder eine höhere Macht oder dein höheres
Selbst, oder wie du es auch immer nennen magst. Alles, was du tun musst, ist
buchstäblich NICHTS. Nichts. Dies jedoch konsequent. NICHTS ZU WOLLEN, nichts
zu tun ist wohl das Schwerste in einer Leistungsgesellschaft. Und trotzdem, so
funktioniert nun mal SEELENATEM-MEDITATION. Man meditiert also jeden Tag, wenn
möglich zur gleichen Zeit, und mindestens eine halbe Stunde. Man kann auch
vor dem Schlafengehen meditieren. Seelenatem-Meditation vor dem Schlafengehen
ist das beste Schlafmittel. Viele meiner Schüler haben ihre Schlafpillen
weggeworfen. Sie meditieren sich jetzt in den Schlaf. Noch wirksamer
ist Seelenatem-Meditation natürlich, wenn man wach ist, also während des
Tages, am besten am Morgen nach dem Auf- stehen, vor dem Frühstück, auf
jeden Fall nicht weniger als eine Stunde vor oder nach dem Essen. Wer
regelmäßig meditiert, der wird bald wie ein Fels in der Brandung des Lebens
sein, den kann nichts mehr umhauen, der ist das Auge im Sturm. Mir der
regelmäßigen Seelenatem-Meditation ist es wie mit den Steinchen, die man in
regelmäßigem Abstand ins Wasser wirft. Jedes Mal werden die Wellenringe
größer, bis sie den ganzen See erfüllen. Die aus der Seelenatem-Meditation
resultierende Ruhe und Kraft wird dich jeden Tag mehr und mehr erfüllen und
bald hält diese Ruhe und Kraft den ganzen Tag an. Dann bist du die Ruhe
selbst. Nichts kann dich mehr aus der Ruhe bringen. Alles ist in Ordnung,
egal, welches Chaos dich umgeben mag. Du bist IMMER glücklich, denn dein
Glück ist nicht mehr abhängig von Personen und Dingen. Alles, was du tun
musst, ist loslassen, beobachten. Stell dir vor, du sitzt in einem Cafe und
Leute gehen vorüber. Sie kommen in deinen Blickwinkel und verschwinden wieder
daraus. Du stehst ja nicht jedes Mal auf und schüttelst jedem die Hand. Was
tust du? Du beobachtest sie, wie sie erscheinen und wieder verschwinden.
Dasselbe machst du nun mit deinen Gedanken und Gefühlen während deiner
Meditation. Du beobachtest sie, wie sie erscheinen und wieder verschwinden.
Sie werden zwar nicht gleich für immer verschwinden, sondern wieder
erscheinen, aber IRGENDWANN EINMAL, und sei es nach der 10., 20. oder 30.
Meditation, wirst du gedanken- und gefühlsfrei sein. Du musst nur regelmäßig
meditieren, jeden Tag eine halbe bis eine Stunde mindestens. Dann werden die
störenden Einflüsse immer weniger, immer geringer, bis du irgendwann einmal
FREI von ihnen bist. Der größte Fehler, den du bei der Seelenatem-Meditation
machen kannst, ist, etwas zu erwarten, mit Erwartung zu meditieren. Damit
meine ich, dass du während oder vor der Meditation nicht denken sollst:
"Ich möchte jetzt frei werden von allen störenden Einflüssen!"
Damit wirst du genau das verhindern, was du dir erhoffst. Tu dies nicht.
Alles, was du tun musst, ist zu sitzen*2 oder zu liegen, Augen zu und
beobachten. Übrigens: Seelenatem-Meditation wirkt immer, selbst wenn du
denkst, dass es manchmal vielleicht nicht so gut war. Es ist die
REGELMÄSSIGKEIT, die den Erfolg bringt. Mir der Seelenatem-Meditation ist es
wie mit den Fingerübungen beim Klavierspielen. Keiner mag sie und doch machen
sie den Virtuosen. Lass es nur geschehen. Meditiere jeden Tag REGELMÄSSIG,
dann werden bald alle störenden Einflüsse verschwinden. DANN, und erst dann
beginnt die volle Wirkung der Seelenatem-Meditation. Dann mag es sein, dass du
Welten und Wesen siehst, die jenseits dieser Dimension liegen. Es kann
sogar sein, dass du deinen Körper verlässt. Doch all dies soll dich nicht
sonderlich be- eindrucken. Du beobachtest es nur. Du beobachtest all dies,
nimmst es nur wahr, bis auch dies wieder verschwindet und du noch höhere
Höhen der Wahrnehmung erreichst, bis du NICHTS mehr wahrnimmst und
empfindest. Du bist immer noch da. Du empfindest nur nichts mehr und nimmst
nichts mehr wahr. Das ist wahre Unsterblichkeit. Wer es zu fassen vermag, der
fasse es. Wenige erreichen diesen höchsten Meditationszustand. Doch auch ein
Meditationsgrad niedriger als dieser ist von großem Segen für den
Meditierenden. Er betrachtet alles im Leben von einer viel höheren Warte aus.
NICHTS kann ihn mehr erschüttern, weil er ja die illusionäre UNBESTÄNDIGE
und vergängliche Natur in ALLEM WAHRNEHMBAREN erkennt. In der Meditation lässt er ja nur das Vergängliche
los und erfährt mehr und mehr das Ewige. OM. Alles, was du tun musst, ist
loszulassen und BEOBACHTEN. So einfach ist das und vielleicht so schwierig.
Wichtig ist noch eines: Wenn dein Wecker dich (nicht zu laut!) aus deiner
Meditation wieder zurückruft, dann springe nicht gleich auf, sondern kehre
langsam wieder in die illusionäre Welt zurück. Öffne die Augen, bewege
langsam deine Hände, dann die Füße, dann den ganzen Körper, recke und
strecke ihn leicht, atme tief durch und beende dann die Meditation, indem du
langsam aufstehst. OM.
Mögen all deine Meditationen von Erfolg gekrönt sein. OM.
LANOO (Christian Anders): Angst bei der Meditation
Es kann sein, dass man, anstatt Seligkeit zu empfinden, zu- nächst einmal
Angst spürt. Der Grund dafür ist folgender: Der Meditierende mag ein noch
sehr anhaftender, weltlicher, sinnenbehafteter Mensch sein. Nun entschließt
er sich (viel- leicht zum ersten Male in diesem Leben), all dies in der
Meditation loszulassen. Während des Loslassens in der Meditation wirkt sich
aber zunächst der herrschende Abwärtstrend aus, hin zu den niederen,
depressiven Sphären, mit denen er sich ja vielleicht bisher befasst hatte.
Der Meditierende wird nun, da er loslässt, genau mit dem konfrontiert, dem er
zu entgehen hoffte. Ohne Kenntnis der Zusammenhänge und Ursachen dieses
Phänomens wird er sich darum vielleicht entschließen, die Meditation
aufzugeben. Was er jedoch tun sollte, ist, weiter zu meditieren und zu
studieren, auch die Angst, die Depressionen etc. zu beobachten (GEDULD
HABEN!), bis sich dadurch die Abwärtsentwicklung schließlich früher oder
später umkehrt und er dann das Seligkeitserlebnis in der Meditation erfährt.
Diesem Seligkeitserlebnis sollte er aber EBENFALLS keine große Beachtung
schenken, sondern weiter beobachten, weiter warten, bis er DIE AUFHEBUNG DER
WAHRNEHMUMG UND EMPFINDUNG erfährt, falls er dies so wünscht.
LANOO (Christian Anders): Meditiere und studiere regekmässig
Seelenatem-Meditation, aber auch das Studium der Esoterischen
Wissenschaften, sollten REGELMÄSSIG durchgeführt werden. Alle
Unregelmäßigkeit ist fast gleichbedeutend mit einem ständigen Neubeginn. Es
gibt keinen Grund, nicht zu meditieren. Auch Krankheit ist kein Grund. Gerade
eine Krankheit nicht. Denn die Meditation trennt dein wahres Ich, das
schmerzlos ist, von deinem vergänglichen Ich, das den Schmerz und die
Krankheit empfindet. Verlangen nach wahrer Befriedigung ist immer auf die
EWIGKEIT gerichtet. Jedes große musikalische und literarische Drama kann das
bezeugen.
Meditation und Farben
Während der Seelenatem-Meditation kann es geschehen, dass der Meditierende
alle Farben des Farbspektrums sieht, obwohl seine Augen geschlossen sind. Die
Erklärung hierfür ist folgen- de: Der Meditierende erlebt dann seine Aura
bzw. deren verschiedene Schichten. Er sollte sich jedoch von der manchmal
überwältigenden SCHÖNHEIT dieser Astralfarben nicht beein- drucken lassen,
sondern auch sie nur BEOBACHTEN. Ein Hinweis: NIRVANA ist JENSEITS aller
Farben, auch jenseits von schwarz und weiß...
WICHTIG!
Jede deiner Taten, jedes Wort, Gefühl, jeder Gedanke, seien sie nun gut
oder schlecht, all das hat Konsequenzen für dich, denn es kehrt als gleiche
Energie zu dir zurück, wenn nicht in diesem, so doch mit Sicherheit in einem
nächsten Leben. Das erklärt auch die oft so ungerecht erscheinenden
Schicksale der Menschen. Die wahre Lehre von Karma und Wiedergeburt wird in
Lanoos Büchern DER SINN DES LEBENS, Band I und II, enthüllt.
Wissentlich wunschlos
Wer nach seinem Tode in den Himmel kommen möchte, der muss bereits zu
seinen Lebzeiten Wahlverwandtschaft zu den Himmelswelten und deren Bewohnern
herstellen. Was ist nun die Natur dieser Himmelswelten und deren Bewohner?
WUNSCHLOSIGKEIT die irdischen Dinger betreffend ist die Natur der
Himmelswelten und ihrer Bewohner. Und warum ist das so? Weil es im Himmel
alles gibt, was man braucht, um dort zu existieren. Wer natürlich darüber
hinaus noch Wünsche äußert (so wie "der Münchner in Himmel"),
den wird es dort nicht lange halten und er muss wieder zurück auf die Erde...
Die meisten Menschen möchten entweder schön oder reich oder berühmt oder
schlau, auf jeden Fall aber gesund sein oder gar alles zusammen. Wer so denkt,
ist jedoch von der Lehre des Buddha so weit entfernt wie die Kuh vom Mond. Der
wahre Supermann oder die wahre Superfrau ist jemand, der, falls er NIRVANA
will, BEWUSST den PFAD erwählt und jemand wird, den
"...niemand kennt als hoch-, als tiefgeborn,
nicht als gelehrt noch ungelehrt,
niemand als guten Wandels, bösen Wandels:
Der ist ein Mensch von rechter Art!
Verborgner Pflichterfüllung ganz ergeben,
in UNGEKANNTHEIT bringt er hin sein Leben;
als wär er taub und blind und ohne Sinn:
So ziehe durch die Welt der Weise hin."
(Upanishaden)
Vor einem solchen Menschen, lieber Leser, verblassen alle Goethes,
Schillers, Beethovens, Shakespeares, Napoleons, Einsteins, Darwins und sogar
alle Schopenhauers dieser Welt zu NICHTS. Wer es zu fassen vermag, der fasse
es.
Die Unsterblichkeit des Vergänglichen
Nun, da der Leser mir bis hierher gefolgt ist, sehe ich den Zeitpunkt
gekommen, ihn noch auf eine zweite Unsterblichkeit aufmerksam zu machen, und
das ist die Unsterblichkeit des Vergänglichen. Damit ist jedoch nicht
gemeint, dass das Vergängliche ewig ist oder ewig währt; es verändert nur
ständig die Form, an die wir uns Leben für Leben verzweifelt klammern, bis
der Tod sie uns wieder entreißt. Wer regelmäßig meditiert, der wird die
Angst vor dem Tode verlieren, da er ja nur loslässt, was er im nächsten
Leben wieder ergreifen wird, wenn auch in anderer Form. Das ist die
Unsterblichkeit des Vergänglichen, welche man (bald) sogar Leben für Leben
erfahren kann, OHNE im Tode das Bewusstsein zu verlieren. Man ist dann so wie
jemand, der voll bewusst und wach eine Jacke auszieht und sich eine neue
anzieht. Ebenso verlässt man VOLL BEWUSST einen Körper und wird im nächsten
wiedergeboren. DAS ist die Unsterblichkeit des Vergänglichen. Wer es zu
fassen vermag, der fasse es. OM.
LANOO: Das wahre Glück ist das Glück der Wunschlosigkeit.
Je wunschloser man wird, umso mehr schafft man schon hier auf Erden eine
Verbindung zu den höchsten Himmeln, deren Bewohner umso wunschloser sind, je
höher sie stehen. Nur NIRVANA ist höher. Wer nichts mehr auf Erden will, dem
öffnen sich alle Himmel. Wer nichts mehr im Himmel will, der hat NIRVANA
erlangt. OM.

*1) Die verschiedenen Himmelsregionen mit ihren Bewohnern.
*2) Jede Yogasitzposition (Schneidersitz) oder auch nur normales Sitzen auf
einem Stuhl eignet sich zur Seelenatem-Meditation.

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