Hans-Peter C. Phillip Schantz
Lieber Spiegel.
Der Einzige der offensichtlich in diesem Spiel einen „an der Klatsche" hat ist Ihr "Kolumnist" Henryk M. Broder. Spätestens seit seinem peinlichen Auftritt während der US-Wahlkampfberichterstattungsrunde durch Maybrit Illner, wo er sich nicht zu schade war angesehene deutsche Topjournalisten und so angesehene Schauspieler wie den großen Hardy Krüger weit unter der Gürtellinie zu beleidigen, ist jedem aufrechten und demokratischen Deutschen klar geworden: Dieser Mann hat in der Tat einen „an der Klatsche“.
Er, Broder, jagt Andersdenkende ohne Rücksicht auf Verluste und benutzt den Deckmantel seiner jüdischen Geburt für gezielte Hetzkampagnen gegen alles was gegen die USA oder Israel ist. Er hat sich nicht gescheut den Holocaust und das Denkmal in Berlin für seine Zwecke zu missbrauchen, ihm waren selbst Osama Bin Laden und Saddam Hussein nicht zu schade sie in seine "Argumentationen" einzubauen und dass er dann sogar den Mitjuden Michel Friedman dazu missbrauchte, eines seiner Argumentationsopfer zu werden, war der Gipfel der Flegelhaftigkeit. Er bedeckt sich mit dem "Mäntelchen" angeblicher Demokratie und betreibt doch schamlos einseitigste Parteipolitik. Natürlich nicht sachlich sondern mit einem Stil und einem hasserfüllten, arroganten und stieren Blick in den Augen, den ich leider schon öfters bei sehr schwer sozial oder verhaltensgestörten Menschen beobachten musste.
Es kann auch nicht angehen, dass man jederzeit und jedem, unter dem fadenscheinigen Deckmantel ein Antisemit oder antimamerikanisch zu sein, den Boden wegzieht und ihn in die rechte Ecke drängt. Wer sich gegen den Mauerbau zwischen Israel und Palästina ausspricht ist ein Antisemit, wer Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines Angriffskrieges auf fremdem Boden äußert ist antiamerikanisch, wer israelische Todeskommandos missbilligt (was haben die überhaupt mit dem Judentum zu tun ?) ist natürlich ein Antisemit und wer den Umgang der herrschenden nordamerikanischen Klasse mit den Staaten des vorderen Orients kritisiert ist - wie soll es anders sein - natürlich antiamerikanisch.
Klein, kleiner, am Kleinkariertesten: Das ist die Welt des Henryk M. Broder. Diffamieren, deklassieren, ausgrenzen...! Dieser Mann hat vor nichts und niemandem Respekt. Sein Denken wird beherrscht von den absolut niedersten Instinkten. So spielt er nur allzu oft den Rechten in die Hände und das tut wirklich weh.
Ich finde es infam, dass gerade ein Jude die unzähligen, unter unmenschlichen Qualen hin gemetzelten Opfer des unsäglichen NS-Regimes, schamlos für seine eigenen, höchst privaten und ebenso höchst bedenklichen (und teilweise geistig hochgradig psychogenen) Kreuzzüge, missbraucht.
Broder war und ist ein publizistischer Müllmann, der auch in der schmutzigsten Abfalltonne herumkriechen würde und die übelsten Fäkalien mit bloßen Händen nach oben bringen würde, nur um einen anders denkenden Menschen "mal so richtig fertig zu machen". Dass er dabei „der Jude“ und „die Anderen“, „die Nazis“ sind, dient ausschließlich seiner privaten Egomanie. Mit der unermüdlichen und respektablen Lebensleistung eines Simon Wiesental oder der augenzwinkernden jüdisch-israelischen Selbstkritik eines Ephraim Kishon hat dies nichts zu tun, auch wenn sich Broder „irgendwie“ selber gerne als eine Mischung dieser Beiden sieht. Broder ist der gescheiterte Mensch par excellence. Zu spät geboren (was für ein Hohn im Angesicht des millionenfachen Holocaust), zu wenig gelernt (das geht vielen so), zu wenig daraus gemacht (selber schuld), zu wenig „respektiert“ (woran das wohl liegt) und zu wenig geliebt (wer sollte auch…). Schlimmer kann es einem Schmock nicht ergehen und so verleiht genau dieser Henryk M. Broder (der sich gerne und viel mit seinen gelegentlichen Auftraggebern, dem Tagesspiegel und dem Spiegel schmückt) auf seiner privaten Webseite regelmäßig den „Preis für außergewöhnliche Blödheit und/oder Borniertheit“ und nennt diesen den „Schmock der Woche“.. Was für Hohn: Ein „Schmock“ verleiht einem „Schmock“… Ich bin kein Mensch besonders harter Worte aber eine solche "Kanalratte" gehört nicht an den Schreibtisch irgendeiner Redaktion auf dieser Welt und sein Name definitiv nicht unter einen Artikel in einem einst so angesehenen Blatt wie dem Spiegel.
Dass Broder mit diesem Wortmüll denn auch noch ein kleines Vermögen anhäufen darf, ist dann auch schon eher eine weitere Peinlichkeit, die ich dem Spiegel früher niemals zugetraut hätte. Ich bin heute 52 Jahre alt und lese den Spiegel seit ich 16 bin.. Das ist eine lange Zeit. Zu lange um jetzt wortlos mit ansehen zu können, dass sich der Spiegel zunehmend zum Affen macht und er den Karren, vor den er gespannt worden ist, nicht einmal zu bemerken scheint. Ich kann Ihre pro USA-Haltung und pro Busch-Haltung zwar nicht verstehen aber ich toleriere diese so wie ich jede andere, anders denkende, demokratische Meinung toleriere. Solange wie dabei nicht unter dem Tisch getreten, geschlagen und gestochen wird. Das gehört sich für einen verantwortungsbewussten Journalisten nicht und noch viel weniger für ein Blatt von der historischen Güte des Spiegel. Die Menschen glauben das was wir schreiben. Wir haben daher eine hohe, eine sehr hohe Verantwortung auf uns geladen und sollten uns dessen stets bewusst sein. Wer diesen Respekt, diese Pflichten und diese Achtung verletzt, der verletzt die Würde der Menschen. Das gilt sogar für nur noch sich selbst „verehrende“ „Journalisten“ (… ist mir diese „berufliche“ Nähe peinlich) vom Respektlosigkeitsgrad eines H.M. Broder. Denn zwischen der Absicht und der Vernichtung standen in der Geschichte meist immer nur noch wir, die Journalisten. Und haben wir versagt, dann war das immer gleichbedeutend mit dem Sieg des Bösen.
Vor 32 Jahren war der Spiegel und einer seiner leitenden Redakteure (der mein Lehrer und Mentor war) der Hauptgrund dafür, dass ich Journalist geworden bin. Ich war stolz darauf Journalist geworden zu sein und wenn ich, als ganz junger Reporter und noch nicht trocken hinter den Ohren, in einer Pressekonferenz neben einem "Spiegel-Mann" oder einer "Spiegel-Frau" sitzen durfte, dann war das für mich jedes Mal ein ganz erhabener Moment.
Ich bin definitiv keine Fan von Christian Anders (bei mir sind die Züge immer irgendwohin gefahren) aber so wie Broder jetzt mit ihm umspringt, so springt man mit keinem Menschen auf der Welt um. Das ist schlechter, das ist sehr schlechter Stil. Zudem strotzt Broders Artikel von falschen Behauptungen, Unterstellungen und er scheut darin auch nicht vor offen sichtbaren Lügen zurück.
Ich habe Herrn Anders daher gestern die untenstehende Email übermittelt. So lange wie Broder gegen Anders ist, werde ich Anders zur Seite stehen. Der Holocaust darf niemandem dazu dienen, ebenfalls mit Hass und Hetze auf Andere einzuschlagen oder diese sogar vernichten zu wollen. Hass ist kein guter Begleiter und stets der Feind des Guten. Ich denke, es ist langsam an der Zeit, dass einige von uns mal aufstehen und ganz laut "stop" rufen. Stop meine Damen und Herren: In so einem unwürdigen Stil kann es nicht weitergehen.
Hans-Peter C. Philipp Schantz, Journalist (Hanau)
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Sehr geehrter Herr Anders.
Ich habe gerade die Meldung über Sie und den "Rausschmiss" bei Pro7 in „Spiegel Online“ gelesen. Ebenso die Hetztiraden des Spiegelautors Henryk M. Broder gegen Sie. Das ist eigentlich nichts neues, denn der Spiegel jagt schon seit Monaten anders denkende in diesem Land mit einer mir bisher unbekannten finanziellen Machtkapazität und Hörigkeit und Broders einziger Lebensinhalt scheint sowieso stets nur vom Hass auf die Deutschen und selbst zerstörerischen Hetztiraden dominiert zu werden.
Lassen Sie mich Ihnen also dazu folgendes sagen:
Ich bin selber ein aktiver und erfolgreicher Journalist und Autor, bin seit meiner Geburt an der Bluterkrankheit erkrankt und dadurch seit 23 Jahren (!) HIV- und HCV-infiziert und AIDS-krank, ich bin bestimmt nicht rechts sondern eher ziemlich weit links und das obgleich ich ganz sicher eher zum erheblich einkommensstärkeren Teil der deutschen Bevölkerung gehöre und ich bin ebenso sicher kein Feind des amerikanischen Volkes (da habe ich viele Freunde) aber ein erklärter Feind dieses selbstgerechten, pseudoreligiösen Bush-Clans und seiner "Billion-Dollar-Connection", meine Freunde leben auch in Israel und Palästina aber gerade deswegen kann ich es nicht gut finden, wenn israelische Todeskommandos seit Jahren "legal" Palästinenser auf offener Straße ermorden, ich rede nicht nur von einer multikulturellen Gesellschaft sondern ich lebe diese auch meinen Kindern und meinen Freunden vor. Und ich war auch sicher nie ein Freund von Gewalttätern wie Osama Bin Laden oder Saddam Hussein, aber die mörderische und maßlose Geschichte dieser Welt und seiner handvoll machtgeiler Ursupatoren zwingt auch mich dazu für eine Seite Stellung zu beziehen und das ist nicht die "dunkle Seite der Macht".
Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar über G.W. Bush und dem "neuen" Text der "Protokolle der Weisen von Zion". Sie haben mir aus der Seele gesprochen und dafür danke ich Ihnen aufrichtig. Lassen Sie sich bitte nicht unterkriegen und lassen Sie sich nicht einreden, Sie seien anti-israelisch oder sogar anti-jüdisch. Solche Plattitüden dienen ausschließlich „Parolen- und Schaumschlägern“ vom Schlage H.M. Broders als vorgeschobene „Beweggründe“ zur Befriedigung ihrer eigenen, höchst privaten Egomanie. Herr Anders, schreiben Sie weiterhin ihre unbequemen Texte: Wir und insbesondere ich stehen auf Ihrer Seite. Und wir alle werden uns nicht durch verbale Tricks einflussreicher politischer Gruppen, Mediengesellschaften und Zeitungsverlage in die rechte Ecke drängen lassen. Ich bin Stolz auf die Meinungsfreiheit, die seit 1945 wieder in unserem Lande herrscht. Der Preis dafür war unendlich hoch.
Machen Sie weiter so.
Hans-Peter C. Phillip Schantz, Journalist (Hanau)
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