Der Sinn des Lebens - NIRVANA Band I

Zwei Arten von Glück gibt es auf der Welt. Die eine Art von Glück ist das Glück, welches abhängig ist von Personen und Dingen. Diese Art von Glück ist vergänglich und endet immer in Leid, da auch Personen und Dinge vergänglich sind und uns immer wieder entrissen werden. Die andere Art von Glück ist das Glück unabhängig von Personen und Dingen, frei von allem Verlangen. Dieses Glück ist ewig und sein Name ist NIRVANA. Von diesem Glück künde ich.

LANOO


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Der Autor, die Autorin aus Los Angeles, California, 6. Juli 2000: Die Lehre ist Guru, nicht ich.
An alle Freunde der Esoterischen Wissenschaften und des WAHREN Buddhismus.

Ich bin LANOO (Christian Anders) der Autor dieses Buches. Ich möchte darauf hinweisen dass DIE LEHRE, die ich in meinen Büchern weitergebe PERFEKT ist. Ich bin es nicht. DIE LEHRE ist Guru, ich nicht, wenn auch die Presse mich immer zum Guru stilisieren will. Der Name LANOO sagt es bereits. LANOO bedeutet SCHUELER, nicht Meister. DER MEISTER ist DIE LEHRE. OM

Liebe und Licht LANOO (Christian Anders)

 

Kurzbeschreibung
Christian Anders beginnt mit der Korrektur der falschen und vor allem von vielen Buddhisten, den Dalai Lama eingeschlossen, aufgestellten These, dass der Buddha gelehrt hätte, es gäbe kein Selbst. Er verweist darauf, dass diese "Buddhisten" einschließlich des Dalai Lama nicht die Lehre des Buddha, wie geschrieben im SUTTAPITAKA, gelesen und verstanden haben. Sonst wüssten sie, dass der Buddha NIEMALS gesagt hat, dass es kein Selbst gibt, sondern nur, dass das Selbst oder Ich UNERKENNBAR ist und dass man sich lieber von dem, was man NICHT ist, lösen sollte. Was das ist, was man nicht ist, wird im Band I erklärt und wird vielleicht so manchen erschüttern und in Erstaunen versetzen, der bisher dachte, er wäre ein Buddhist.

Band I fährt fort, DAS GEHEIMNIS DER SIEBEN SIEGEL der Apokalypse zu erklären. Die Bibel hat eben doch Recht, man muss nur ihre ESOTERISCHE Botschaft verstehen.

Dann geht es weiter mit der SEELENATEM-MEDITATION und den vom Buddha gelehrten LOSLÖSUNGSSTUFEN, die den Suchenden direkt zu NIRVANA oder aber, wenn er es denn so möchte, in ein schönes nächstes Leben führen. Band I erklärt auch im Detail die nachtodlichen Ebenen und nimmt somit dem Leser die Angst vor dem Tode. Weiterhin gibt Band I einen zusammenfassenden Überblick, was im BUCH DES LICHTS im Detail gelehrt wird, und zwar URSPRUNG UND BESTIMMUNG VON MENSCH UND UNIVERSUM, 311.040.000.000.000 Jahre kosmischer und menschlicher Entwicklung. Wohl zum ersten mal in dieser Weise wird der Leser hier mit der Tatsache konfrontiert, dass es eben KEINE SCHÖPFUNG UND AUCH KEINE Evolution gibt, sondern zunächst einmal und vor allem erst eine EMANATION bzw. ein WIEDERERWACHEN ewig vorhandener UNERSCHAFFENER Kräfte, welche sich, getrieben von Verlangen, periodisch manifestieren. Evolution und "Schöpfung", vor allem durch die ELOHIM, kommen erst später. Das Universum erscheint, verbleibt und verschwindet, immer und immer wieder.

 

Der Verlag über das Buch
DER DALAI LAMA. Christian Anders weist mit allem Respekt, aber auch mit allem Nachdruck darauf hin, dass die in diesem Buch verkündete Lehre des Frühbuddhismus sich nicht mit dem deckt, was der XIV. Dalai Lama als Buddhismus verkündet. Der Buddhismus des Lama begründet sich auf eine spätere Kommentarliteratur, die nicht mehr dem HINAYANA SUTTAPITAKA, also den Worten des Buddha Rechnung trägt. (Siehe S. 75ff.)

 

Der Autor über sein Buch
Der Sinn dieses Buches ist es, den Menschen, falls er es so wünscht, vom Rad der Wiedergeburt zu befreien, neues Leben (und damit Leiden) zu verhindern und ihm zugleich ein ewiges Leben, im Sinne von zeitlos und jenseits aller Dauer, in NIRVANA zu sichern. Wer nun einwendet, dass er z.B. durch seine Religion bereits erlöst sei, dem ist entgegenzuhalten, dass auch der Himmel, den ihm seine Religion verspricht, zwar existiert, aber ebenfalls vergänglich ist (wenn man vielleicht auch Äonen in ihm verbringen mag).

Inmitten höchster Seligkeit wird auch diesem Menschen irgendwann einmal der Gedanke kommen, ob es nicht vielleicht noch etwas Höheres gibt als die Himmelswelt, in der er nach dem Tode erwacht und deren unausweichliche Auflösung er nicht verhindern kann. Dieses Höhere, nach dem sich die Wesen auch in den höchsten Himmelswelten sehnen, ist der wahre Gott NIRVANA. OM.

Ich verkünde nichts Neues. Ich vergeude meine Zeit nicht damit, den Leuten selbst erfundene Geschichten zu erzählen. Das habe ich lange und erfolgreich genug getan. Doch nun präsentiere ich eine alte, uralte Weisheit, die den Menschen vom Leiden erlöst, falls er es so will. Was ich hier schreibe, haben sinngemäß schon einige vor mir geschrieben. Ich bringe es nur den Menschen immer und immer und immer wieder ins Gedächtnis und zu Bewusstsein. Auf diese Weise hoffe ich, so viele Wesen wie möglich noch zu meinen Lebzeiten zu erlösen. Danach, so wie jetzt, möge die LEHRE der Guru sein. OM. Christian Anders (Lanoo).

 

Klappentext
Ich bin der festen Überzeugung, dass die wahre Natur des Menschen JENSEITS aller Sinnesfunktionen liegt, also jenseits von allem, was man sehen, hören, riechen, schmecken, tasten, empfinden und denken kann. Unsere Leistungs- und Wohlstandsgesellschaft jedoch lehrt, dass man nur noch besser und genauer und richtiger sehen, hören, riechen, schmecken, tasten, empfinden und denken muss, um so die Ursache und den Sinn des Lebens zu erkennen. Ich aber sage: Nur wer sich in der Meditation von allem Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Empfinden und Denken LÖST, der wird die Wahrheit, das Todlose, Unsterbliche, das Ewige, weil jenseits jeder Dauer, das Unerschaffene, das NIRVANA, erfahren. DAS ist der Sinn des Lebens. Es gibt keinen anderen. OM.

 

Eine Leserin oder ein Leser aus Geising, Deutschland, 20. Juni 2000
Empfehlenswert für Ethiklehrer
Gestatten Sie mir, liebe Leserinnen und Leser, eine Vorbemerkung. Verlassen Sie, wenn Sie dieses Buch von LANOO (Christian Anders) zur Hand nehmen, eingefahrene Denkpfade. Lösen Sie sich von Althergebrachtem, Konservativem, Traditionellem bzw. schieben Sie es für eine Weile gedanklich beiseite. Nehmen Sie sich ganz einfach die Freiheit, sich unvoreingenommen neuen, ungewöhnlichen, teilweise sehr kühnen Gedanken zu öffnen, und es wird sich Ihnen eine Welt auftun, die Sie fasziniert...

Schon beim Durchblättern der ersten Seiten fällt mir ein Satz auf, der für unsere heutige Zeit besonders wichtig ist: "FRIEDLICHE KOEXISTENZ DER GÖTTER UND RELIGIONEN ist der erste Schritt zum Weltfrieden." (S.XVI) Ausgangspunkt ist der Verweis auf die Existenz verschiedener Götter und Religionen und die Frage, wie damit umzugehen sei. LANOO (Christian Anders) sagt, dass die Gläubigen nicht nur das Recht, "...sondern auch die PFLICHT haben, in friedlicher Koexistenz ihren Glauben auszuüben, OHNE ihn anderen aufzuzwingen." Schon allein die Groß- und Kleinschreibung ist Kommentar genug. "OHNE ihn anderen aufzuzwingen" grenzt ganz klar ab, was das Buch bzw. der Autor will und was nicht. Der Satz steht für Toleranz und Verständnis und zieht eine eindeutige Grenzlinie zu - wie Christian Anders von den Medien oft und gern unterstellt wird- Sekten- und Guruwesen. Besonders bemerkenswert ist das nächste Zitat: "Wer nun also seinen Gott von ganzem Herzen liebt und ihm folgt, der soll dies tun ohne anderen das Recht abzusprechen, IHREN GOTT zu lieben und ihm zu folgen... ." (S. XVI) Möge der Leser es als passend empfinden oder nicht, es drängt sich mir an dieser Stelle immer und immer wieder der Gedanke an Lessing auf. An Gotthold Ephraim Lessing, den großen Aufklärer und Humanisten und sein Drama "Nathan der Weise". Lässt er doch, nach der "rechten Religion" befragt, seinen Nathan sagen: "Ich höre ja, der rechte Ring besitzt die Wunderkraft beliebt zu machen; vor Gott und Menschen angenehm. Das muss entscheiden! ... Es eifre jeder seiner unbestochnen, von Vorurteilen freien Liebe nach! Es strebe von euch jeder um die Wette, die Kraft des Steins in seinem Ring an Tag zu legen..." (Lessing: Nathan der Weise, Verlag Phillip Reclam Jr., Leipzig 1971, S. 87). Also ist doch jede Religion nur so gut wie sie ihre Anhänger tolerant und humanistisch macht. Die Ursache für die PFLICHT zur friedlichen Koexistenz sieht LANOO (Christian Anders) in dem gemeinsamen "Urgrund" aller Religionen und Götter; ausführliche Erläuterungen folgen im Buch.

Eigentlich liest sich das Inhaltsverzeichnis fast wie der Lehrplan für das Fach Ethik an den Schulen (Präzisierung des Lehrplanes Mittelschule, Ethik Klassen 5-10, 01.08.1992; Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S. 28f), deshalb die Empfehlung für die Ethiklehrer. Erscheinungsformen des Buddhismus, die Gestalt des Buddha, dessen ethische Forderungen und Ziele sowie sein Leben sind identische Inhalte. "Die vier edlen Wahrheiten", "Die Lehre von Karma und Reinkarnation" und das Ziel NIRVANA sind Inhalte, deren Verdeutlichung im Unterricht nicht einfach zu bewerkstelligen ist. LANOO (Christian Anders) besitzt die wunderbare Gabe, mit einfachen Worten und Vergleichen (oft einfacher als in einschlägigen Lehrbüchern) selbst schwierig erscheinende Dinge ganz einfach zu erklären. Für das Selbstverständnis des Lehrers ist das Buch eine Fundgrube.

Wichtige Denkansätze zu Problemen unserer Zeit werden aus buddhistischer Sicht behandelt. Verhaltensweisen und Ratschläge für das tägliche praktische Leben werden begründet, z.B. mit der Lehre von Karma und Reinkarnation. Laut dieser Lehre hat jedes Wort, jede Tat, jeder Gedanke Konsequenzen für die eigene Person und kehrt zu dieser zurück, wenn nicht in diesem, dann in einem nächsten Leben. Christian Anders schreibt auf Seite 143: "Alles, was du tust, denkst und fühlst, muss früher oder später zu dir zurückkehren. Darum tu, denke und fühle nur Gutes... . ...jeder, der das erkennt, wird sich hüten, etwas Negatives gegen Mensch und Natur zu tun, zu sagen oder nur zu denken. Viele werfen der Karmalehre vor, sie führe nicht wirklich zum Guten, sondern verleite die Menschen nur, Gutes zu tun, um nicht leiden zu müssen. Darauf erwidere ich: Na und? Wenn der Böse nur Gutes tut, damit ihm selbst nichts Böses widerfährt, dann ist das immer noch besser, als wenn er weiterhin Böses tut und sich und anderen schadet".

Am Ende der Lektüre bleiben sicher Fragezeichen. Nicht alles kann man nachvollziehen. Nicht alles scheint anwendbar. Aber wollen wir es mit Lessing halten: "Es eifre jeder seiner unbestochnen, von Vorurteilen freien Liebe nach...". VON VORURTEILEN FREI. Nur so kann sich buddhistische Lehre erschließen. Wenn man ehrlich sich selbst gegenüber ist, dann sieht man doch einige Dinge des Lebens in einem anderen Licht. Ein neues Verständnis, auch für andere Kulturen und Religionen, tut sich auf.

Jeder soll sich das für ihn Akzeptable heraussuchen. Nichts anderes ist von Christian Anders gewollt. Und wenn es die Schlussfolgerung ist, die Ursache für Dinge, die im Leben nicht optimal gelaufen sind, bei sich selbst zu suchen und nicht länger mit dem Schicksal zu hadern und Gott und die Welt verantwortlich zu machen. Und wenn es einfach nur eine andere Einstellung zu materiellen Dingen oder dem Älterwerden ist. Jugend und Schönheit sind vergänglich. Der Mensch ist nicht weniger wert, wenn er älter wird. Auch Krankheiten gehören zum Leben.

Egal, wie weit jeder mit der Lehre von Karma und Reinkarnation mitgehen kann: Bei einer Lesung zu diesem Buch hörte ich LANOO (Christian Anders) sagen: "Ich saß am Bett eines Krebskranken und sah ihn lächelnd sterben. Er starb nicht mit gequältem, von Schmerz verzerrtem Gesicht, sondern mit einem Lächeln. Er war überzeugt davon, mit einem neuen, gesunden Körper wiedergeboren zu werden". Und ich hörte eine Zuhörerin, für die das alles sehr neu war, sagen: "Wenn mir morgen jemand sagen würde, dass ich Krebs habe, dann würde ich mir Mühe geben, an diese Lehre zu glauben".

Elke Straube, Verlegerin

 

Auszug aus Der Sinn des Lebens Nirvana 1. Buddhismus wie er sein sollte und esoterische Wissenschaften (Book on Demand) von Lanoo, Christian Anders. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
DER SINN DES LEBENS - NIRVANA. Leben ist Leiden. Kaum hast du dich an etwas gewöhnt - schon wird es dir wieder weggenommen, spätestens mit dem Tod. Wenn das nun endgültig wäre, dann wäre es ja gut. Aber du kommst wieder. Immer und immer wieder. Wirst immer und immer wiedergeboren. Und alles beginnt von vorne. Gibt es den keine Möglichkeit, dieser endlosen Kette von Leiden zu entrinnen?

Nur wer seine wahre todlose, ewige, unerschaffene, unsterbliche Natur entdeckt, weiß mit dem umzugehen und versteht auch, was die Welt ihm außer dem Schönen zufügt an Enttäuschung, Schmerz, Trennung, Verlust, Krankheit - eben das Leiden. Du leidest, weil du willst. Nicht, weil du leiden willst, sondern weil du leben willst. Das Leben und damit auch das Leiden sind die größten Lehrmeister. Die schmerzliche Dualität des Lebens führt dich zurück in die Einheit des NIRVANA. Ganz allmählich, Leben für Leben, Inkarnation für Inkarnation, wächst in dir das Verlangen oder besser die Erkenntnis von einem Zustand, in dem du dich einst befunden hattest ohne es zu wissen, dem NIRVANA, welches da ist: Eins sein mit ALLEM. Oh, Lanoo, hast du genug gelitten an der "Zweiheit", der Dualität des Lebens? An dieser schrecklichen Maya oder Illusion, diesem Zustand, wo ich und du immer wieder EINS werden wollen und immer und immer wieder voneinander getrennt werden? Bis ich und du endlich begriffen haben, dass es keine Einheit gibt, weder in dieser noch in einer anderen Welt. Letztlich bleibt man immer allein, aber bedeutet allein denn nicht auch All-eins? Auch und sogar vor allen Dingen in Beziehungen wie Ehe, Liebe, Freundschaft etc. Alles ist letztlich unbefriedigend, weil es ja diesen so schmerzhaften Aspekt der Trennung hat. Nun, da du genug gelitten hast, bist du (vielleicht) bereit, den Weg anzutreten in dein rechtmäßiges Heim, welches da ist - NIRVANA. Du hattest es einst verlassen, um dich in die Welt zu begeben, getrieben von deinem Verlangen nach dem Leben. So bist du von der Ewigkeit in die Vergänglichkeit gefallen, von der Zeitlosigkeit in die Zeit. Bist du bereit zur Umkehr? NIRVANA wartet auf dich mit offenen Armen. Der verlorene Sohn kehrt heim, nachdem er so oft gekostet hat von der verbotenen Frucht, die da „Leben“ heißt.

 

Auszug: Was ist NIRVANA?
NIRVANA ist ein altes Sanskritwort und bedeutet soviel wie “ausgelöscht”. Diese Übersetzung verleitete viele, vor allem Buddhisten, zu dem Missverständnis, dass der Mensch in NIRVANA ausgelöscht sei. In Wahrheit sind aber nur seine niederen Aspekte ausgelöscht. Seine Wesenheit, sein wirkliches Selbst, überlebt und besteht fort. Solange der Mensch aber noch keine höheren Werte entwickelt hat, die seiner unsterblichen Natur entsprechen, ist auch nichts (für ihn Erkennbares) da, was überleben kann, und so muss er schmerzhaft immer und immer wieder Leben und Tod erfahren, Inkarnation für Inkarnation. Bis die Maya oder Illusion zerbricht und er der Gott werden kann, der er immer war. Oh, Lanoo, das NIRVANA ist unsere wahre Heimat. Du bist nicht dein Körper, du hast nur einen solchen. Der Körper ist notwendig wie ein Taucheranzug, wenn du unter Wasser bist. Ohne diesen Taucheranzug könntest du nicht für längere Zeit unter Wasser existieren. Ebenso kannst du nicht ohne deinen physischen Körper in dieser Welt existieren. Aber nachdem du aus dem Wasser gestiegen bist, legst du deinen Taucheranzug wieder ab. Hörst du damit auf zu existieren? Wohl kaum. Du bist immer noch du, aber ohne Taucheranzug. Nach dem Tod bist du immer noch du, doch ohne den physischen Körper. Des Weiteren: Wenn du den Taucheranzug abgelegt hast, existierst du erst wirklich, denn an Land (in dieser Welt) ist deine wahre Existenz. Dein Aufenthalt unter Wasser war ja nur ein künstlicher und nur möglich mit Hilfe des Taucheranzugs. So ist das auch mit dem Unterschied zwischen Leben und NIRVANA.

Du kannst NIRVANA nur betreten, wenn du nicht nur den physischen Körper abgelegt hast, sondern mit ihm auch alle dich an diese Welt bindenden Sinne. Du magst nun einwenden: das passiert doch sowieso, wenn ich sterbe, dann lege ich ja meinen physischen Körper ab und komme dann automatisch ins NIRVANA. Nicht ganz. Der Durst, das Verlangen nach der Welt, wirft dich nach einer Zeit der stufenweisen Reinigung von diesem Verlangen und dann der Ruhe in anderen Welten (Vorstufen des NIRVANA) immer wieder zurück in das materielle Leben. Und das Rad des Lebens oder des Leidens beginnt sich für dich wieder von vorn zu drehen. Ein alter Spruch sagt: „Wunderschön ist Gottes Erde und wert, darauf vergnügt zu sein. Drum will ich, bis ich Asche werde, mich dieser schönen Erde freun.“

Die Freude an den Vergnügungen und Schönheiten der Welt ist für viele verbunden mit der Einstellung: „In Grunde glaube ich weder an Gott noch an den Teufel, weder an den Himmel noch an die Hölle. Ich bin jetzt hier und nach mir die Sintflut.“

Wenn dem wirklich so wäre, dann hätte der, der nur das Leben genießt, völlig Recht. Denn was soll die ganze Philosophiererei, wenn das Leben eine einmalige Sache ist, mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet? Dann bin ich eben nichts Ewiges. Ich bin nur jemand, der geboren wurde, lebt und stirbt und damit basta. Ich bin keine unsterbliche Seele, sondern ein endlicher, sterblicher, vergänglicher Mensch und nun lasst mir meine Ruhe. So mag jemand argumentieren, dem diese ganze Esoterik zu viel oder zu unverständlich ist. Wie kann man so jemandem antworten? Und wir müssen ihm antworten, wenn wir uns nicht ihm oder seiner Meinung zugesellen wollen. Viele sogenannte spirituelle Menschen winken hier ab und sagen: „Der hat das eben noch nicht kapiert.“Eine solche Antwort jedoch ist unbefriedigend und dient mehr der Sterblichkeits- als der Unsterblichkeitslehre.

Hier ist nun eine Möglichkeit der Erwiderung auf die Behauptung, dass der Mensch sterblich und ergo vergänglich und nicht unsterblich und unvergänglich: Wenn die wahre Natur des Menschen vergänglich wäre, dann wäre ihm diese Vergänglichkeit und Sterblichkeit völlig natürlich und vertraut, dann würde er sie nicht einmal wahrnehmen, geschweige denn darunter leiden. Dann wäre es für ihn völlig selbstverständlich, geboren zu werden, zu leben und zu sterben. Der Mensch fürchtet sich jedoch, mag er es sich nun eingestehen oder nicht, vor dem Tode, weil nämlich der Tod in der Tat etwas Unnatürliches ist, das sich nicht vereinbaren lässt mit unserer wahren Natur, die eben unsterblich bzw. ungeboren ist und demzufolge nicht sterben kann. Die wahre Natur des Menschen ist „ohne Vater, ohne Mutter, ohne Herkunft, ohne Anfang und Ende“ (Heb. 7:3). Einstein hatte Recht, Zeit spielt nur eine Rolle in dieser dreidimensionalen Welt. Wir sind aus einem Zustand der Zeitlosigkeit in die Zeit gefallen. Wir sind die „gefallenen Engel“.

Es ist somit das Unsterbliche, das Ewige, das Unvergängliche in uns, das uns Leben und Tod so schmerzlich, weil vergänglich empfinden lässt. Zu sterben ist einfach gegen unsere wahre Natur. Der unsterbliche Gott in uns leidet. Wie und warum wir aus dem Paradies vertrieben wurden als „gefallene Engel“ und wie wir unsere Unsterblichkeit zurückerlangen können, ist in diesem Buch enthüllt. „Mensch erkenne dich selbst“ steht am Eingang der antiken Stätte in Griechenland. Genau das ist auch der Sinn des Lebens. Die Welt, in der wir leben, ist die „verbotene Frucht“, von der wir immer und immer wieder kosten und die uns immer wieder enttäuscht, bis wir unsere wahre Natur und unsere wahre Heimat erkennen, die da heißt NIRVANA

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